Akupunktur

 

Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Nach dem traditionellen chinesischen Verständnis wird der Organismus von einem dichten Netzwerk von Kanälen (Meridianen) durchzogen, durch das die Lebensenergie fließt.

Eine Blockade oder ein Ungleichgewicht des Energieflusses wird als Ursache für die Entstehung von Krankheiten angesehen. Mit Hilfe der Akupunkturnadeln werden bestimmte Punkte auf den Meridianen gereizt und so der Energiefluss reguliert.

Zur Wirksamkeit bei der Behandlung von Depressionen gibt es folgende Studie:

An der Ruhr-Universität Bochum wurde 1999 im Rahmen einer Studie die Wirksamkeit der Akupunktur bei leichten und mittelschweren Depressionen und generalisierten Angststörungen untersucht. Die Hälfte der 56 Teilnehmer wurde mit Akupunkturnadeln an fünf Punkten behandelt, die als psychisch ausgleichend beschrieben werden. Die andere Hälfte der Teilnehmer wurde nur oberflächlich akupunktiert an Stellen, denen keine Wirksamkeit zugeschrieben wird.

Bei 60 % der „richtig“ akupunktierten Patienten zeigte sich nach 10 Sitzungen eine deutliche Besserung der Beschwerden, bei der Placebo-Gruppe waren es nur 21 %.

Besonders die Angst-Patienten sprachen auf die Akupunkturbehandlung an.

Akupunktur wird z.Zt. nur bei Schmerzen im Kniegelenk und in der Lendenwirbelsäule von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Viele private Krankenkassen und entsprechende Zusatzversicherungen erstatten die Kosten.

Literaturangabe

https://www.akupunktur.de/fileadmin/akupunktur/flyer/DAA_Flyer_Akupunktur.pdf Stand März 2015

http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen-2000/msg00030.html Stand März 2015

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