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Kurzvorstellung der Deutschen DepressionsLiga e. V.

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. ist eine bundesweit aktive Patientenvertretung für an Depressionen erkrankte Menschen. Sie ist eine reine Betroffenenorganisation, deren Mitglieder entweder selbst von der Krankheit Depression betroffen oder deren Angehörige betroffen sind. Wer nicht zu diesem Personenkreis gehört, hat die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft.

Der Vorstand und die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich an ihren Zielen Aufklärung und Entstigmatisierung, an Angeboten der Hilfe und Selbsthilfe für Betroffene und an der Vertretung der Interessen dieser Menschen gegenüber Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit. Wir legen großen Wert auf Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie oder sonstigen Interessengruppen und haben dies auch in unserer Satzung festgeschrieben.

Die DDL ist als gemeinnützig anerkannt und wird finanziert im Rahmen der Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20 h SGB V sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und sonstige Zuwendungen.

Die DDL hat ca. 1.684 Mitglieder (Stand Oktober 2022).

Unsere Vision

Eine vertrauensfördernde Lebens- und Arbeitswelt, in der seelischem Befinden mit Achtsamkeit begegnet wird.

Unsere Mission

Im Gegensatz zu physischen Funktionsstörungen werden Erkrankungen der Seele in unserer Gesellschaft noch immer nicht ernst genommen und akzeptiert. Wir wissen, was das für Betroffene und deren Angehörige bedeutet.

Deswegen stärken wir Betroffene und setzen uns für ihre Rechte ein. Wir kämpfen gegen Stigmata und für den Abbau von gesellschaftlichen Vorurteilen und Barrieren. Wir verlangen die Berücksichtigung psychischer Grundbedürfnisse in der Gesellschaft. Wir fordern eine angemessene gesundheitliche Versorgung und Unterstützung. Wir beraten Fachleute und Entscheidungsträger.

Und nicht zuletzt ermutigen wir Betroffene zu einem achtsamen Umgang mit sich selbst. Denn damit fängt die eigene Heilung an. Mit dem Wissen: Es kann jede und jeden treffen – und als Betroffener bin ich nicht Schuld an meiner Erkrankung.

Woher wir das wissen?

Weil wir als Depressionserfahrene Expertinnen und Experten in eigener Sache sind.

Schirmherr und Botschafterin

Vorstand

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle der Deutschen DepressionsLiga e.V. (DDL) wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 h Sozialgesetzbuch V von 2018 bis 2021 durch die BARMER finanziert. Gewährleistungs- oder Leistungsansprüche gegenüber der Krankenkasse können daraus nicht erwachsen. Für die Inhalte und Gestaltung ist die DDL verantwortlich.

Barmer Logo

Wir danken der BARMER herzlich für die wichtige finanzielle Unterstützung unserer Geschäftsstelle.

Wissenschaftlicher Beirat

Gründungsgeschichte

Alle Gründungsmitglieder lernten sich im Diskussionsforum des Kompetenznetzes Depression (heute Stiftung Deutsche Depressionshilfe) zunächst virtuell kennen. Bei verschiedenen Forentreffen begegnete man sich auch persönlich. In vielen Gesprächen wurde deutlich, wie wohltuend der Austausch unter Betroffenen ist, aber auch, wie schwer es ist, mit dieser Erkrankung zu leben in einer Gesellschaft, die überwiegend nichts darüber weiß oder aber unzutreffende Einstellungen hat.

Lücken in der Versorgungslandschaft

Bekannt wurde auch, dass es zwar mittlerweile sehr gute Behandlungsmöglichkeiten gibt, aber immer noch nur rund 10 % der Betroffenen auch adäquat behandelt werden, sei es, weil sie aus Angst vor Stigmatisierung selbst davor zurückscheuen, sei es, weil die Depression über Jahre hinweg nicht als solche erkannt wird oder auch weil sie keinen geeigneten Psychotherapieplatz finden. Es gibt Lücken in der Versorgungslandschaft, z. B. beim Übergang von der stationären in die ambulante Behandlung und etliche andere Punkte, in denen sich die Betroffenen eine deutliche Verbesserung wünschen.

Aus eigenen Kräften etwas bewegen

So entstand die Idee, sich aus eigenen Kräften für die Belange der Betroffenen einzusetzen und eine bundesweite Interessenvertretung zu gründen. Im Gegensatz zu vielen Krankheiten und Behinderungen, die seit langem eigene Patientenvertretungen haben, gab es dies für depressiv Erkrankte bisher nicht. Dies lag vermutlich auch in der Erkrankung selbst begründet, zu deren Hauptsymptomen eine lähmende Antriebslosigkeit gehört. In einer akuten depressiven Episode ist kaum jemand in der Lage, sich in solcher Weise zu engagieren, und viele Betroffene, die eine Depression überstanden haben, mögen sich nicht mehr damit auseinandersetzen.

Dennoch fand sich Anfang 2009 eine kleine Kerngruppe, die das Projekt in Angriff nahm, und am 16. Mai 2009 trafen sich dann 18 Nutzer des Diskussionsforums in Kassel und gründeten die Deutsche DepressionsLiga e.V.

Presse

Pressekontakt

Armin Rösl, Stellvertretender Vorsitzender & Öffentlichkeitsarbeit: kontakt@depressionsliga.de

 

Aktuelle Pressemitteilungen

10. Nov. 2022.  Depression ist kein Marketinginstrument

10. Okt. 2022   DDL fordert lebensrettende Therapieplätze und übergibt Petition mit knapp 100.000 Unterschriften

6. Sep. 2022     #22WochenWarten: Sichtbare Zeichen auf den Straßen Berlins

1. Juli 2022      #22WochenWarten: Wartezeiten auf Psychotherapieplätze verkürzen

9. Juni 2022.   6. Deutscher Patientenkongress Depression: Wir sind sprachlos

30. Mai 2022   „Damn Happy“: Beeindruckendes Videoprojekt

 

Für eine schnelle Übersicht zu unserem Verein, der Adresse, der Rechtsform, der Mitgliederzahl, den Beiträgen, den Vorstandsmitgliedern, der Ansprechpartner, unseren Zielen usw. finden Sie hier unser Fact Sheet.

Satzung der Deutschen DepressionsLiga e. V.

Transparenz

Selbstauskunft der Deutschen DepressionsLiga e. V. zu Zuwendungen

Der Haushalt der Deutschen DepressionsLiga e. V. im Jahr 2021 umfasste rund 1.000.800 Euro.

Die Einnahmen setzten sich wie folgt zusammen:

  • 2,74 % Mitgliedsbeiträgen
  • 5,2 % GKV-Gemeinschaftsförderung (Pauschalförderung)
  • 78,31 % aus Förderungen der gesetzlichen Krankenkassen (kassenindividuelle Förderung)
  • 6,9 % aus Förderungen durch die gesetzliche Rentenversicherung
  • 4,66 % aus Spenden von Bürgerinnen und Bürgern
  • 1,46 % aus Zuwendungen von Wirtschaftsunternehmen
  • 1,27 % aus weiteren Fördermaßnahmen (wie Kämpgen Stiftung, Gesundheitsstiftung Bad Laer)
  • 0,38 % aus sonstigen Einnahmen

Selbsauskunft über die Einnahmen von Wirtschaftsunternehmen 

Die Deutsche DepressionsLiga e. V. legt als Mitgliedsorganisation der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE) großen Wert auf Transparenz und Offenheit, wenn es um die Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen geht.

§3, Absatz 2 unserer Satzung lautet:
„Um eine unabhängige Interessenvertretung zu wahren, ist die Annahme von Spenden, sonstigen Zuwendungen, der Abschluss von Berater- und Sponsorenverträgen seitens bzw. mit der pharmazeutischen Industrie ausgeschlossen.“

Nachfolgend veröffentlichen wir unsere Selbstauskunft über Einnahmen von Wirtschaftsunternehmen. Wir weisen darauf hin, dass die Gesamtheit der nachfolgend aufgelisteten Zuwendungen 1,46 % des Gesamthaushalts unseres Vereins im Berichtsjahr 2021 ausmacht. Die Deutsche DepressionsLiga e. V. stellt insoweit sicher, dass die unten genannten Einnahmen bzw. deren Ausbleiben weder den Fortbestand noch den Kernbereich der satzungsgemäßen Arbeit der Selbsthilfeorganisation gefährden können.

Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenkassen

a) Förderung durch die GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene 
Die DDL erhält jedes Jahr eine großzügige Grundförderung durch die GKV-Gemeinschaftsförderung auf Bundesebene. Ohne diese Förderung wäre es der DDL unmöglich, ihre Arbeit zu realisieren.
Die Fördersumme betrug im Jahr 2021: 52.000 €.

b) Förderung durch die gesetzlichen Kassen nach § 20 h SGB V im Rahmen der kassenindividuellen Projektförderung
Des Weiteren erhält die Deutsche DepressionsLiga e. V. Mittel der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20 h SGB V im Rahmen der kassenindividuellen Projektförderung.
Die Fördersumme betrug im Jahr 2021: 783.691,74 €.

Im Jahr 2021 handelt es sich im Einzelnen um folgende Förderungen: 

Projekttitel Fördernde KrankenkasseLaufzeitFörderbetrag für die Gesamtlaufzeit
Arbeitgeberseminare BARMER 20217.537,47 €
GeschäftsstelleBARMER 202196.000,00 €
DDL Stärkung d. Marke BARMER 202131.595,40 €
DDL trifftBARMER 202139.509,43 €
DDL Website-Relaunch KKH202122.933,16 €
Roadmovie „On the road“ AOK Bund 2021202.098,00 €
Videobeitrag FRND „Laut gedacht“, Malwanne (Kooperationsprojekt) TK202114.634,22 €
Videobeitrag FRND „Laut gedacht“, Politik (Kooperationsprojekt) TK202114.382,22 €
Videobeitrag FRND „Laut gedacht“, HeRo (Kooperationsprojekt) AOK Rheinland, AOK Nordwest (je 50 %) 202114.382,22 €
Podcast FRND „Kopfsalat“ St. 2 (Kooperationsprojekt) TK2020/202130.510,00 €
Podcast FRND „Kopfsalat“ St. 3 (Kooperationsprojekt) TK 2021/2022 24.750,00 €
FRND.TV Beitrag „Vicky will´s wissen“(Kooperationsprojekt) AOK Rheinland, AOK Nordwest (je 50 %) 2021 16.362,22 €
Lesereise zum Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ 2021 AOK BV 2021 65.206,00 €
Lizenzausgabe Buch „Papas Seele hat Schnupfen Bd. 2 - Ein Muffin f. Nele“ AOK BV 2020/202164.800,00 €
Lizenzausgabe Buch „Papas Seele hat Schnupfen – Papas bunte Brücke“ AOK BV 202134.830,00 €
Nachdruck Materialien zur Lesereise „Papas Seele hat Schnupfen“ AOK BV 2020/202164.121,13 €
Bilderreise „Mal gut, mehr schlecht“ BARMER 2020/202153.593,00 €
Ankauf Bücher Restbestand „Mal gut, mehr schlecht“ BARMER 20212.500,00 €
MUT-Tour 2021 BARMER 202143.322,00 €
MUT-Tour 2021 TK202143.322,00 €
MUT-Tour 2021 DAK202143.322,00 €
MUT-Wandern 2021 BARMER202116.901,00 €
MUT-Wandern 2021 TK202116.901,00 €
MUT-Wandern 2021 DAK202116.901,00 €
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