Teilnehmende gesucht – aktuelle Studien und Umfragen

Illustration einer Glühbirne mit einem Gehirn im Inneren, die leuchtet – Symbol für innovative Studien zur Depressionsforschung

Wir laden Sie herzlich ein, an wichtigen Studien zur Erforschung depressiver Erkrankungen teilzunehmen. Jede Erhebung trägt dazu bei, das Verständnis zu vertiefen und die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Unten finden Sie eine Liste aktueller Studienanfragen, die auf Ihre Unterstützung angewiesen sind.

Sie möchten eine Studie einreichen? Dann nutzen Sie gerne unser Kontakt-Formular.

Hinweis: Die DDL ist nicht verantwortlich für die Studien. Wir bieten ausschließlich die Plattform, um verschiedene Studien kennezulernen und Forschungsteilnehmende zu erreichen. Bei konkreten Fragen, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Kontaktadressen. 

Laufzeit bis 10/2026

Worum geht es?

Menschen mit Depressionen ziehen sich häufig aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Manchmal fällt es ihnen schwer, auf Nachrichten zu antworten oder den Kontakt zu Familie und Freundeskreis aufrechtzuerhalten. Für Außenstehende kann dieses plötzliche Schweigen verletzend oder schwer nachvollziehbar sein – dabei steckt häufig keine Ablehnung dahinter, sondern eine Depression. Das Phänomen des digitalen Kontaktabbruchs wird häufig mit dem englischen Begriff „Ghosting“ beschrieben.

Was bedeutet „Ghosting“ genau?

Ghosting bedeutet, den Kontakt zu einer anderen Person plötzlich und ohne Erklärung abzubrechen – etwa indem auf Nachrichten nicht mehr geantwortet wird oder jegliche Kommunikation ausbleibt. Häufig wird der Begriff mit Dating in Verbindung gebracht. Ghosting kann jedoch genauso in Freundschaften oder innerhalb der Familie vorkommen. Gerade bei Menschen mit Depressionen steckt dahinter oft keine bewusste Entscheidung gegen andere Menschen, sondern die Erkrankung selbst.

Gemeinsam mit dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien führt die Deutsche DepressionsLiga e.V. eine wissenschaftliche Online-Umfrage zu diesem Thema durch. Untersucht wird, welche Rolle Depressionen beim sogenannten Ghosting spielen und welche Auswirkungen sozialer Rückzug auf Betroffene und ihr Umfeld haben kann. Es geht dabei nicht um Ghosting im Dating-Kontext.

Die Ergebnisse der Studie werden wissenschaftlich ausgewertet und werden zukünftig von der DDL weiter aufgegriffen. Mehr Infos dazu folgen in den kommenden Wochen. Unser Ziel ist es, das Verständnis für die Auswirkungen einer Depression auf zwischenmenschliche Beziehungen zu stärken, Vorurteile abzubauen und Menschen im Umfeld von Betroffenen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Teilnahme ist anonym und dauert nur 8 bis 10 Minuten. Wenn Sie die Forschung zu diesem wichtigen Thema unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Teilnahme.

Einschlusskriterien

Teilnehmen könnne alle Personen ab 16 Jahren mit und ohne eigene Depressionserfahrung. 

Ausschlusskriterien

Nicht an der Umfrage teilnehmen können Menschen mit aktuellen suizidalen Gedanken. Infos zu Hilfsangeboten finden Sie direkt auf unserer Webseite.

Teilnahme und Anmeldung
Interessierte können über die Webseite der Uni-Wien univie.questionpro.eu

 

Laufzeit bis 10/2027

Hintergrund

Ziel der Studie ist die Untersuchung der Auswirkung von Vagusnervstimulation auf Motivation und Stimmung Depression und auf die Gesundheit bei einer verminderten Insulinsensitivität.
Da der Vagusnerv als X Hirnnerv für den Parasympathikus (rest and digest) zuständig ist, untersuchen wir, wie sich eine nicht invasive Stimulation auf die oben genannten Aspekte auswirkt.

Teilnahme
Gesucht werden Personen mit  Depressionssymptomen im Alter von 18 bis 60 Jahren und einem BMI zwischen 18,5 und 40, wobei ein erhöhter BMI durch fettfreie Masse (Muskeln) generell kein Ausschlusskriterium darstellt. Leider ausgeschlossen werden müssen Personen, die unter Angst- und/oder Depressionssymptomen gelitten haben, aktuell jedoch keine Symptome mehr haben, sowie Personen mit neurologischen Erkrankungen und/oder neurologischen Schäden, Epilepsie oder bipolaren Störungen. Ebenfalls nicht teilnehmen können Personen mit Zwangserkrankungen, somatischen Störungen oder Essstörungen in den letzten 12 Monaten. Schwangere sowie Personen mit Typ-1-Diabetes sind ebenfalls ausgeschlossen, ebenso wie Personen mit gegenwärtigem oder vergangenem schwerem Substanzmissbrauch (Tabak ausgenommen). Kontraindikationen für tVNS (Piercings, Wunden am rechten Ohr) oder MRT (z. B. Herzschrittmacher) werden ebenfalls geprüft. Die Prüfung dieser Kriterien erfolgt durch ein Telefonscreening. Bei Fragen ist eine Kontaktaufnahme vorab jederzeit willkommen.
 
Ablauf
Die Studie besteht aus 5-6 Terminen, die jeweils 2,5-3,5 Stunden dauern. Es wird eine Aufwandsentschädigung von 144 Euro bei erfolgreichem Abschluss ausgezahlt. Außerdem kann man bei den verschiedenen Studienterminen bei Aufgaben zur Motivationsverhalten bis zu weitere 30 Euro gewinnen. Die Studie besteht aus drei Teilen, die alle oben am UKB durchgeführt werden. Der erste Teil besteht aus einem Termin, in dem man verschiedene Aufgaben zum Motivationsverhalten bearbeitet. Außerdem wird an diesem Termin ein Glukosesensor angebracht, der für die nächsten 2 Wochen Werte sammelt. In dieser Zeit finden nun die 2 Termine der zweiten Phase an, in denen wir uns anschauen, wie der Körper auf Glucose reagiert. Dazu werden zwei Orale Glukose Toleranztests (OGTT) durchgeführt und dabei wird nicht Invasive auriculäre Vagusnervstimulation angewandt.
In der dritten Phase kommen dann zwei MRT Termine dazu, in denen man auch wieder einige Aufgaben zum Motivationsverhalten bearbeitet und auch noch einmal die Vagusnervstimulation bekommt.
In jedem der 5-6 Termine sind 1-2 Blutentnahmen angedacht.
 
Bei Interesse finden Sie weitere Infos und Anmeldeinfos auf der Webseite der Studienleitung www.neuromadlab.com
 
 
 

 

Laufzeit bis 11/2026

Hintergrund

Wie werden KI-Chatbots im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit erlebt und bewertet? Das COMPASS-Team der Universität Heidelberg sucht Erwachsene ab 18 Jahren für eine kurze Online-Befragung. Besonders wichtig sind Menschen mit eigener Belastungs-, Selbsthilfe- oder Therapieerfahrung; teilnehmen können auch alle weiteren Interessierten. KI-Vorerfahrung ist nicht erforderlich. Dauer: etwa fünf Minuten.

Teilnahme ab 18 Jahren, KI-Vorerfahrung ist nicht erforderlich.

Anonyme Online-Befragung, Dauer ca. 5 Minuten. Interessierte finden auf der webseite www.soscisurvey.de weitere Informationen. 

 

Laufzeit bis 02/2027

Hintergrund

Die Studie zur App "sia" bietet wissenschaftlich fundierte und niedrigschwellige Unterstützung bei depressiven Beschwerden. Aktuell werden verschiedene Varianten der App untersucht.
Die App bietet:
  • Geführte Übungen zur Bewältigung von Antriebslosigkeit,
  • Tipps zur Strukturierung des Tages, um den Alltag zu organisieren
  • Strategien, um belastende Gedanken zu durchbrechen

Teilnahmeberechtigt sind Personen, die

  • Über 18 Jahre alt sind,
  • Derzeit in Deutschland leben,
  • Sich aktuell nicht in einer psychotherapeutischen Behandlung befinden
 
Ablauf
Im Rahmen der Studie erhalten Sie Zugang zur App sia. sia ist ein sechswöchiges, wissenschaftlich fundiertes Programm in Form einer App. Die Teilnahme kostenlos, anonym und niederschwellig. Sie werden gebeten, regelmäßig Befragungen zu Ihrem Befinden auszufüllen, wofür Sie eine Aufwandsentschädigung von bis zu 45 Euro erhalten,
 
Interessierte finden weitere Informationen zur Studie und zur Anmeldung auf der Webseite der FU Berlin. 

Laufzeit bis 01/2027

Im Rahmen einer Masterarbeit im Studiengang Psychologie an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft werden persönliche Erfahrungen und Bewältigungsprozesse nach einer Scheidung im frühen Erwachsenenalter untersucht.
Ziel der qualitativen Studie ist es, besser zu verstehen, wie kinderlose geschiedene Erwachsene mit der Zeit nach der Scheidung umgehen und inwiefern sich dabei Prozesse der Resilienz und des persönlichen Wachstums zeigen.
Hierzu werden problemzentrierte Einzelinterviews durchgeführt und anschließend qualitativ ausgewertet.


Einschlusskriterien

  • Alter zwischen 18 und 40 Jahren
  • kinderlos
  • zum ersten Mal geschieden
  • Scheidung seit 12 bis 24 Monaten rechtskräftig
  • aktuell keine akute psychische Belastungssituation

Personen, die eines oder mehrere dieser Kriterien nicht erfüllen, können im Rahmen der Studie nicht berücksichtigt werden.

Die Studie wird in Form eines qualitativen Online-Einzelinterviews durchgeführt. Das Interview dauert etwa 45 Minuten und bezieht sich auf persönliche Erfahrungen in der Zeit nach der Scheidung sowie auf individuelle Bewältigungsprozesse und wahrgenommene Veränderungen.

Die Teilnahme ist freiwillig. Vor dem Interview erhalten alle Teilnehmenden ausführliche Informationen zur Studie und zum Datenschutz. Eine Aufzeichnung des Interviews erfolgt ausschließlich nach vorheriger Einwilligung. Die erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und für die wissenschaftliche Auswertung anonymisiert. Ein Rückschluss auf einzelne Teilnehmende soll in der Masterarbeit nicht möglich sein.

Interessierte können sich für eine Teilnahme per Mail an studie.scheidung@outlook.de melden. 

 

Laufzeit bis 12/2027

Hintergrund

Nicht-pharmakologische Verfahren wie die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) werden in den Leitlinien zur Behandlung der unipolaren Depression trotz nachgewiesener Wirksamkeit erst nach mehreren gescheiterten Therapieversuchen empfohlen. Da psychotherapeutische Kapazitäten den Bedarf bei Weitem nicht decken, wird meist meistens zunächst eine psychopharmakologische Behandlung initiiert, von der jedoch nur etwa 50 % der Betroffenen profitieren. Ein frühzeitiger Einsatz nicht-medikamentöser Optionen könnte Therapieresistenz und Chronifizierung vermeiden, die Lebensqualität steigern und durch Erweiterung des Behandlungsspektrums die partizipative Entscheidungsfindung sowie die Patientenautonomie stärken.

Zielsetzung

Diese durch das DZPG (TÜ 1A) und die DFG (PL 525/14-1) geförderte Phase-IIb-Studie überprüft Machbarkeit und Effektstärken der Theta Burst Stimulation (TBS), einer weiterentwickelten rTMS-Form, als frühe Intervention bei unipolarer Depression im Vergleich zur medikamentösen Standardbehandlung mit einem SSRI.

Methodik

In Stage I werden die Teilnehmenden auf zwei Behandlungsarme randomisiert (4 Wochen TBS vs. SSRI). In Stage II erfolgt eine therapieresponseadaptierte Weiterbehandlung: Bei Remission wird die initiale Behandlung als Erhaltungstherapie fortgeführt, bei Non-Response erfolgt ein Wechsel in den jeweils anderen Arm. Bei Therapieresponse ohne Remission entscheidet die Patientenpräferenz über Fortführung oder Wechsel.
Fragestellungen: Primär soll geklärt werden, ob eine 4-wöchige bilaterale TBS hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit der SSRI-Behandlung bei medikamenten-naiven Patient:innen nicht unterlegen ist. Sekundär wird untersucht, welche Interventionsreihenfolge (initial TBS vs. initial SSRI) sich unter Berücksichtigung von Akzeptanz, Tolerabilität und gesundheitsökonomischen Aspekten als effizienter erweist. Über bildgebende, neurophysiologische und psychologische Daten sollen Prädiktoren des Therapieansprechens identifiziert werden.

Wer kann teilnehmen?

  • Alter zwischen 18 und 65 Jahre
  • Patient:innen, die an einer Depression erkrankt sind
  • Patient:innen, die aktuell noch kein Antidepressivum einnehmen oder die Einnahme nach sehr kurzer Zeit bereits beendet haben
  • Patient:innen mit Bereitschaft zur Durchführung der TMS und/oder zur Einnahme eines Antidepressivums für mindestens 4 Wochen

Weitere Informationen zur Studie und zur Anmeldung erhalten Interessierte auf der Webseite der Uni Tübingen www.uni-tuebingen.de

Laufzeit bis 06/2027

Worum geht es?

In dieser Studie werden Barrieren und Förderfaktoren der Expositionstherapie bei Angststörungen und chronischen Schmerzen mittels eines Online-Fragebogens untersucht. Die Teilnahme wird mit 2 Fortbildungspunkten der Psychotherapeutenkammer in Rheinland-Palz vergütet. Ziel des Projekts ist es, potenzielle therapeutenbezogene Barrieren bei der Durchführung von Expositionen zu identifizieren und langfristig abzubauen. Für die Studie sind wir auf die Teilnahme einer möglichst großen Anzahl von Psychotherapeut:innen angewiesen. Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme freuen!

Teilnehmen können approbierte Psychotherapeut:innen aus Deutschland

Teilnahme und Anmeldung
Eine Teilnahme an der Studie ist über die Webseite soscisurvey.de möglich.

Laufzeit bis 10/2026

Worum geht es?

Im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Psychologie an der PFH – Privaten Hochschule Göttingen wird untersucht, ob sich Personen ohne Haustier, Katzenbesitzer:innen und Hundebesitzer:innen hinsichtlich depressiver Symptomatik und Einsamkeit unterscheiden. Zusätzlich wird geprüft, ob Einsamkeit mit depressiver Symptomatik zusammenhängt. Bei Hunde- und Katzenbesitzer:innen wird ergänzend die Bindung zum Haustier erfasst.
Die Studie wird als quantitative, anonyme Online-Querschnittsbefragung durchgeführt. Erfasst werden soziodemografische Angaben, der Haustierstatus, depressive Symptomatik mit dem PHQ-9, Einsamkeit mit der 3-Item-Kurzversion der UCLA Loneliness Scale sowie bei Haustierbesitzer:innen die Mensch-Tier-Bindung mit der deutschen Version der Lexington Attachment to Pets Scale.

Gesucht werden volljährige Personen ab 18 Jahren. Teilnehmen können Personen, die eindeutig einer der folgenden Gruppen zugeordnet werden können:
Personen ohne Haustier, Personen mit mindestens einem Hund, aber keiner Katze, oder Personen mit mindestens einer Katze, aber keinem Hund.
Nicht zur Hauptzielgruppe gehören Personen, die sowohl mindestens einen Hund als auch mindestens eine Katze besitzen oder ausschließlich andere Haustierarten halten, da sie keiner der drei Untersuchungsgruppen eindeutig zugeordnet werden können.

Die Studie wird als anonyme quantitative Online-Befragung durchgeführt. Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen abgebrochen werden. Die Bearbeitung dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben, die eine direkte Identifikation einzelner Personen ermöglichen. Die Daten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken im Rahmen der Bachelorarbeit ausgewertet.

Teilnahme und Anmeldung
Interessierte können über die Webseite umfragen.pfh.de an der Studie teilnehmen.

Laufzeit bis 10/2026

Worum geht es?

In dieser Studie werden Barrieren und Förderfaktoren der Expositionstherapie bei Angststörungen und chronischen Schmerzen mittels eines Online-Fragebogens untersucht. Die Teilnahme wird mit 2 Fortbildungspunkten der Psychotherapeutenkammer in Rheinland-Palz vergütet. Ziel des Projekts ist es, potenzielle therapeutenbezogene Barrieren bei der Durchführung von Expositionen zu identifizieren und langfristig abzubauen. Für die Studie sind wir auf die Teilnahme einer möglichst großen Anzahl von Psychotherapeut:innen angewiesen. Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme freuen!

Teilnehmen können approbierte Psychotherapeut:innen aus Deutschland

Teilnahme und Anmeldung
Eine Teilnahme an der Studie ist über die Webseite soscisurvey.de möglich.

Laufzeit bis 31.12.2028

Worum geht es?
Trotz hoher Prävalenzraten psychischer Erkrankungen sind ältere Menschen in der psychotherapeutischen Versorgung stark unterrepräsentiert. Analysen vertragsärztlicher Abrechnungsdaten zeigen, dass im Jahr 2016 weniger als 5% der depressiv diagnostizierten Personen über 65 Jahren eine ambulante Psychotherapie erhielten, bei den über 85-Jährigen sogar weniger als 1%. Dies steht im starken Kontrast zu den 25% bei jungen Erwachsenen. Dieses Projekt zielt darauf ab, diese erhebliche Unterversorgung zu adressieren.

Förderung von Psychotherapie im Alter
In der Praxis besteht noch ein großer Bedarf an wissenschaftlich fundierten Therapieansätzen, auf die psychotherapeutische und ärztliche Fachpersonen in der Behandlung älterer Menschen zurückgreifen können. Mit dieser Studie soll passendes Therapieangebot für ältere Menschen gestaltet werden, dass an die Lebensrealität und Bedürfnisse dieser Lebensphase angepasst ist. Im Rahmen der wissenschaftlichen Studie wird den Teilnehmenden hilfreichen Strategien zur Reduktion von depressiven und ängstlichen Symptomen sowie zur Verbesserung ihrer Lebensqualität vermittelt.

Das Ziel
Nach Abschluss dieser Wirksamkeitsstudie soll der Therapieansatz als neuer Baustein zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung im höheren Lebensalter dienen. Es soll, durch die Bereitstellung eines nachweislich wirksamen, transdiagnostischen Therapiemanuals im digitalen Gruppenformat, einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsrealität älterer Menschen mit psychischen Erkrankungen geleistet werden.​

Die Wirksamkeit der Gruppenprogramme wird beurteilt durch: ​​

  • der Reduktion depressiver Symptome,​
  • der Reduktion ängstlicher Symptome und​
  • der Steigerung des psychischen Wohlbefindens.​ ​

In diesem randomisiert-kontrollierten Studiendesign wird überprüft, ob das Psychotherapieprogramm dem Diskussionsprogramm hinsichtlich dieser Veränderungen überlegen ist. Darüber hinaus soll im Rahmen der Studie:​

  • den Einfluss von Selbst- und Entwicklungsstrategien auf den Therapieerfolg untersucht werden,​
  • eine ökonomische Analyse durchgeführt werden,​
  • die Wirkfaktoren der Therapie aus Sicht der Teilnehmenden erfasst und​
  • die Wirksamkeit sowohl des Online- als auch des Gruppenformats im hohen Alter nachgewiesen werden.​​

Einschlusskriterien

  • Alter von mindestens 68 Jahren.
  • Leichte bis mittelgradige depressive Störung.
  • Gute deutsche Sprachkenntnisse.
  • Funktionsfähiges Endgerät mit stabiler Internetverbindung.
  • Keine Einnahme oder eine stabile Dosis an psychoaktiven Medikamenten.
  • Es soll keine Medikamentenänderung in Bezug auf Psychopharmaka in den nächsten 3 Monaten geplant sein.

Ausschlusskriterien

  • Sehr schwere Depressions- oder Angstsymptomatik.
  • Akute Suizidalität.
  • Erkrankung mit psychotischen, manischen oder schizophrenen Symptomen – aktuell oder in der Vergangenheit.
  • Eingeschränkte kognitive Fähigkeiten (Leichte Kognitive Störung oder Demenz).
  • Vorliegen einer körperlichen Erkrankung im Endstadium (Palliative Versorgung).
  • Laufende psychotherapeutische Behandlung im Zeitraum der Studienteilnahme.

Anmeldeverfahren

  1. Melden Sie sich hier online an oder telefonisch unter 030-766 8375-3797.
  2. Sie werden zu einem digitalen Erstgespräch eingeladen. Die Informationen zu dem Gespräch erhalten Sie per E-Mail.
  3. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie eine Rückmeldung, ob Sie an der Studie teilnehmen können. Bei Zusage werden Sie zu einer der beiden Gruppenprogramme zugeteilt.
  4. Die Behandlungsphase startet. Über 20 Wochen werden Sie wöchentlich an einem digitalen Gruppenprogramm mit je einer Gruppensitzung pro Woche (100 Minuten mit Pause) teilnehmen. Zusätzlich erhalten Sie vier Einzelkontakte mit der Gruppenleitung.
  5. Es findet eine digitale Abschlussuntersuchung statt. Sechs Monate später folgt eine Nachuntersuchung. Gerne empfehlen wir Ihnen anschließend passende Anschlussangebote.​

Weitere Infos & Kontakt
Weitere Infos finden Interessierte auf der Webseiet vision-age.de. Fragen können per Mail an vision-age@medicalschool-berlin.de mit dem Team direkt geklärt werden. 

Laufzeit bis 06/2027

Worum geht es?

Viele Betroffene mit einer Depression haben Schwierigkeiten, sich Dinge zu merken, ihre Aufmerksamkeit über längere Zeit aufrechtzuerhalten oder komplexe Aufgaben zu planen und umzusetzen. Ziel der Studie ist es, den Einfluss eines kognitiven Trainingsprogramms auf depressive Beschwerden und die geistige Leistungsfähigkeit bei Erwachsenen mit Depression zu untersuchen. Das wissenschaftlich fundierte Trainingsprogramm wird über die App "Neuronation MED" angeboten und enthält speziell entwickelte Übungen, die darauf abzielen, diese geistigen Fähigkeiten gezielt zu fördern.

Einschlusskriterien:

  • Proband:innen mit Depressionen (ICD-10: F32/F33), alle Schweregrade eingeschlossen*
  • Smartphone-Nutzung möglich
  • Anreise nach Göttingen (nähe Bhf.) zu Beginn und nach 3 Monaten möglich (Termindauer ca. 2h)

Ausschlusskriterien

  •  psychotischen Symptomen
  • akuten Krisen/Suizidalität
  • neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen
  • Konsum illegaler Substanzen oder Cannabis
  • Einnahme von Benzodiazepinen
  • schwere oder kürzliche Infektion

Ablauf

Die Teilnehmenden werden zufällig einer von drei Gruppen zugeteilt: (1) Kognitives Training mit Neuronation MED über 12 Wochen hinweg und zusätzlich wöchentlich psychoedukative Materialien mit Informationen zur Depression, (2) nur wöchentlich psychoedukative Materialien mit Informationen zur Depression, (3) übliche Standardversorgung.

WICHTIG: Es finden zwei Computer-basierte Untersuchungen zur geistigen Leistungsfähigkeit und depressiver Beschwerden am Anfang und nach 3 Monaten statt. Hierfür ist eine Anreise nach Göttingen (nähe Bhf.) notwendig. Reisekosten können nicht erstattet werden.

Nach Abschluss der Studie erhalten sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer unabhängig davon ob sie während der Studiendauer bereits Zugang zur NeuroNation MED App hatten einen kostenlosen Zugang zur App für die Dauer von zwölf Monaten. Dadurch haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, die angebotenen Übungen wie die Trainingsgruppe zu nutzen.

Teilnahme und Anmeldung
Eine Anmeldung ist per Mail an kognitivestraining@pfh.de möglich.

Laufzeit bis 03/2027

Worum geht es?

In dieser Studie wird das Entscheidungsverhalten bei psychischen Erkrankungen in einem Online-Experiment untersucht. Teilnehmende entscheiden dabei in einer Computer-Aufgabe über das Öffnen von Boxen oder das Retten von bereits geöffneten Boxen in einem neutralen und einem sammelspezifischen Kontext. Aktuell werden dafür depressive Proband:innen gesucht. Die Teilnahme erfolgt komplett online, sodass eine Teilnahme von zu Hause aus möglich ist. Durch die Studie soll ein besseres Verständnis von Mechanismen hinter psychischen Erkrankungen gewonnen und darauf aufbauend Therapieangebote verbessert werden.

Einschlusskriterien:

  • Personen zwischen 45 und 65 Jahren
  • aktuell erkrankt an einer mittelgradigen bis schweren Depression oder Dysthymie
  • ausreichende Deutschkenntnisse
  • Zugang zu einem Computer/Laptop mit stabiler Internetverbindung
  • keine Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol
  • keine neurologischen Erkrankungen

Ablauf
Es handelt sich um eine experimentelle Onlinestudie. Das bedeutet, dass Computeraufgaben durch die Teilnehmenden am eigenen PC über Internet durchgeführt werden. Die vorherigen Gespräche finden per Telefon statt. Somit ist die Studie komplett von zu Hause aus durchführbar.

Die Untersuchung umfasst

  • ein Kennenlerngespräch per Telefon (ca. 15 Minuten)
  • ein diagnostisches Interview per Telefon (ca. 1 - 2 Stunden)
  • zwei Online-Entscheidungsexperimente (ca. 1 - 1,5 Stunden)
  • ein Online-Fragebogen (ca. eine halbe Stunde)

So profitieren Teilnehmende
Teilnehmende erhalten eine Aufwandsentschädigung von 13 € pro Stunde. Darüber hinaus wird ein Einblick in die Forschung der Klinischen Psychologie ermöglicht.

Datenschutz
Die erfassten Daten werden durch eine Codenummer vollständig pseudonymisiert und streng vertraulich behandelt. Sie werden ausschließlich für Auswertungen im Rahmen der Studie verwendet.

Teilnahme und Anmeldung
Eine Anmeldung ist über die Webseite www.lw.uni-leipzig.de möglich. 

Laufzeit bis 01/2028

Worum geht es?

Das Ziel dieser Studie ist die Exploration der therapeutischen Wirkung eines selbständigen kognitiven Trainings mittels der App „NeuroNation MED“ auf kognitive Fähigkeiten und die Lebensqualität bei Erwachsenen mit einer diagnostizierten Depression. Die Wirkung der Intervention soll auf der Verhaltensebene mittels neuropsychologischer Testungen nachgewiesen werden. Durch die Erfassung der kognitiven Parameter können therapieinduzierte Veränderungen bei Teilnehmenden mit Depression nachgewiesen werden. Die klinische Relevanz der Studie ergibt sich aus bisher fehlenden richtungsweisenden Studienergebnissen und Meta-Analysen zu nicht-pharmakologischen Behandlungsformen der komplexen neuropsychologischen Defizite von Erwachsenen mit Depression.
Die Studie basiert auf einem experimentellen, randomisierten Mixed-methods Design, bei dem die Zeit als within-subjects Variable (vor vs. nach der Intervention) und die Gruppe als between-subjects Variable (drei Studienbedingungen: Versuchsgruppe, aktive Kontrollgruppe oder Kontrollgruppe) dient. Die Teilnehmer werden nach dem Zufallsprinzip einer Studienbedingung zugeordnet.

Einschlusskriterien:

  • mindestens 18 Jahre alt
  • ausreichende Deutschkenntnisse
  • ein Smartphone bedienen können (mit oder ohne Sehhilfe)
  • eine klinisch bestätigte Diagnose einer depressiven Episode (ICD-10: F32) oder einer rezidivierenden depressiven Episode (ICD-10: F33) ohne psychotische Symptome

Ausschlusskriterien

  • aktuelle oder frühere psychotische Erkrankungen
  • akute Suizidalität oder eine schweren psychischen Krise
  • bestimmte neurologischen Erkrankungen (z. B. Epilepsie, Multiple Sklerose, Parkinson-Erkrankung, Schlaganfall)
  • schwerwiegende Infektionen
  • aktuelle Einnahme von Benzodiazepinen
  • aktueller Konsum illegaler Substanzen (einschließlich Cannabis)

An der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Frankfurt wird derzeit die MDD-Studie zum Arbeitsgedächtnis bei Menschen mit rezidivierender Depression durchgeführt.

Hierfür bearbeiten die Teilnehmenden zwei computergestützte Gedächtnis- und Konzentrationsaufgaben. Ergänzende Fragebögen ermöglichen die Einordnung der Ergebnisse in den soziodemografischen und krankheitsbezogenen Kontext. Eine freiwillige Blutentnahme dient darüber hinaus der Untersuchung genetischer Faktoren, die möglicherweise mit der Arbeitsgedächtnisleistung in Zusammenhang stehen.

Einschlusskriterien

  • Personen zwischen 18 und 60 Jahre
  • diagnostizierte rezidivierende Depression (ICD-10: F33)

Ablauf
Die Studiendauer beträgt insgesamt etwa 12 Wochen und gliedert sich in mehrere Schritte:

  1. Kontakt & Screening
    Nach Kontaktaufnahme erfolgt ein telefonisches Screening (Dauer ca. 20–30 Minuten) sowie ein Online-Screening (Dauer ca. 60–90 Minuten) zur Überprüfung der Ein- und Ausschlusskriterien.
  2. Untersuchungen vor Ort
    Vor Ort (Universitätsklinikum Bonn) finden insgesamt zwei neuropsychologische Testungen statt (jeweils ca. 90 Minuten): eine zu Beginn und eine am Ende der Studie.
    Zusätzlich werden insgesamt zweimal Online-Fragebögen ausgefüllt: jeweils eine Woche vor den Vor-Ort-Terminen, einmal am Anfang und am Ende der Studie (Dauer der Bearbeitung jeweils ca. 60 Minuten)
  3. Trainingsphase
    Während der 12-wöchigen Interventionsphase werden die Teilnehmenden zufällig einer von drei Studiengruppen zugeteilt:
    • Die Experimentalgruppe führt ein kognitives Training selbstständig zu Hause über die NeuroNation MED-App durch (3-mal pro Woche, jeweils ca. 30 Minuten) und erhält zusätzlich wöchentliche psychoedukative Inhalte per E-Mail.
    • Die aktive Kontrollgruppe erhält wöchentliche psychoedukative Inhalte per E-Mail.
      - Die Kontrollgruppe (treatment as usual; TAU) dients als Vergleichsgruppe, erhält keine zusätzliche Trainingsintervention und wird gemäß der üblichen Behandlung betreut.

Nach Abschluss der Studienteilnahme erhalten alle Teilnehmenden einen kostenlosen Zugang zur NeuroNation MED-App für die Dauer von 12 Monaten.

Die Daten, die im Rahmen der Studienteilnahme erhoben werden, unterliegen den gesetzlichen Regelungen zur ärztlichen Schweigepflicht und dem Datenschutzgrundgesetz der EU (DS-GVO) und diese werden eingehalten. Die Daten werden ausschließlich zu Zwecken dieser Studie verwendet. Die App-Nutzungsdaten werden pseudonymisiert auf sicheren Servern gespeichert, nur die Studienleitung kann die aufbereiteten App-Daten mit übrigen Studiendaten verknüpfen.

Teilnahme und Anmeldung
Eine Anmeldung ist über die Webseite www.ukbonn.de möglich. 

Laufzeit bis 08/2027

Worum geht es?

Die Studie besteht aus 4 Teilen: einem Online-Teil, welcher durch ein kurzes Telefonscreening abgeschlossen wird. Das Telefonscreening dient der Sicherstellung Ihrer Sicherheit sowie der Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis, weshalb eine Online-Teilnahme keine Garantie für die Vor-Ort-Teilnahme ist. Bei Erfüllung der Kriterien erfolgt die Einladung zum Labor-Teil. In diesem wird eine Aufgabe im MRT gespielt und anschließend 2 VR-Teile mit Vagusnerv-Stimulation durchgeführt. Ziel der Studie ist die Untersuchung des Annäherungs- und Vermeidungsverhaltens bei Angst und Depressionen sowie die Evaluation der Vagusnerv-Stimulation als Möglichkeit zur Beeinflussung des Annäherungs- und Vermeidungsverhaltens. Für die Teilnahme am Online-Teil erhalten Probanden 24 € und eine Zulage abhängig von der erzielten Punktzahl. Bei Teilnahme an allen Teilen steigt diese Summe auf 150 € zuzüglich weiterer Gewinne aus den Aufgaben.

Einschlusskriterien

Gesucht werden Personen mit Angst- und/oder Depressionssymptomen im Alter von 18 bis 40 Jahren und einem BMI zwischen 18,5 und 30, wobei ein erhöhter BMI durch fettfreie Masse (Muskeln) generell kein Ausschlusskriterium darstellt. Leider ausgeschlossen werden müssen Personen, die unter Angst- und/oder Depressionssymptomen gelitten haben, aktuell jedoch keine Probleme mehr haben, sowie Personen mit neurologischen Erkrankungen und/oder neurologischen Schäden, Epilepsie oder bipolaren Störungen. Ebenfalls nicht teilnehmen können Personen mit Zwangserkankungen, somatischen Störungen oder Essstörungen in den letzten 12 Monaten. Schwangere sowie Personen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes sind ebenfalls ausgeschlossen, ebenso wie Personen mit gegenwärtigem oder vergangenem Substanzmissbrauch. Kontraindikationen für tVNS (Piercings, Wunden am rechten Ohr) oder MRT (z. B. Herzschrittmacher) werden ebenfalls geprüft. Die Prüfung dieser Kriterien erfolgt nach der Online-Teilnahme. Bei Fragen ist eine Kontaktaufnahme vorab jederzeit willkommen.

Ablauf

Zu Beginn findet eine Online-Studie statt, in der das Lern- und Entscheidungsverhalten sowie die Stimmung und Motivation erfasst werden. Anschließend werden ausgewählte Personen zu weiteren Untersuchungen eingeladen. Diese umfassen ein klinisches Interview, eine MRT-Untersuchung mit Blutentnahme sowie Aufgaben in virtueller Realität (VR). Untersucht wird, wie sich das Verhalten in unterschiedlichen Zuständen – etwa bei Hunger oder Sättigung – verändert, sowie wie sich die nicht-invasive Stimulation des Vagusnervs auf das Verhalten auswirkt.

Die MRT-Aufgabe stellt eine Entscheidung zwischen dem Erbringen von Aufwand (Griffkraft) zum Gewinnen von Belohnungen bzw. Vermeiden von Bedrohungen dar. In den VR-Aufgaben können sich Teilnehmende frei bewegen und selbst entscheiden, ob sie Belohnungen aufsuchen oder Bedrohungen vermeiden möchten. Während der Aufgaben werden sowohl Verhaltensdaten als auch physiologische Reaktionen (z. B. Herzrate) erfasst. Die Studie soll grundlegende Erkenntnisse darüber liefern, ob tVNS das Annäherungs-Vermeidungs-Verhalten bei Symptomen von Angst und Anhedonie modulieren kann.

Online-Teil:

  • Über 5–10 Tage täglich 1–2 Runden des Online-Spiels „Influenca" (ca. 5 min pro Runde, insgesamt 10 Runden) 
  • Fragebögen zu Stimmung, Motivation und Alltagsverhalten
  • Dauer: insgesamt ca. 90 Minuten
  • Telefonisches Vorgespräch (ca. 30 Minuten)
  • Aufwandsentschädigung: 24 € plus Gewinne aus dem Online-Spiel

Labor-Teil:

  • 3–4 Termine am UKB Bonn und in Endenich (je ca. 2–2,5 Stunden)
  • 1x Psychologisches Interview
  • 1x MRT-Untersuchung (inkl. Blutabnahme)
  • 2x Aufgabe in virtueller Realität (VR), bei denen Belohnungen gesammelt oder Gefahren vermieden werden
  • Während einiger Aufgaben wird der Vagusnerv nicht-invasiv stimuliert; körperliche Reaktionen (z. B. Herzaktivität) werden dabei gemessen. Teilnehmende werden durchgehend vom Team betreut.

Teilnahme
Weitere Informationen zur Teilnahme könnne Sie direkt über die Webseite Neuromadlab.com erfahren. 

Laufzeit bis 05/2027

Worum geht es?

Ziel der Studie ist die Untersuchung des Annäherungs- und Vermeidungsverhaltens bei Angst und Depressionen sowie die Evaluation der Vagusnerv-Stimulation als Möglichkeit zur Beeinflussung des Annäherungs- und Vermeidungsverhaltens.

Die Studie besteht aus 4 Teilen: einem Online-Teil, welcher durch ein kurzes Telefonscreening abgeschlossen wird. Das Telefonscreening dient der Sicherstellung Ihrer Sicherheit sowie der Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis, weshalb eine Online-Teilnahme keine Garantie für die Vor-Ort-Teilnahme ist. Bei Erfüllung der Kriterien erfolgt die Einladung zum Labor-Teil. In diesem wird eine Aufgabe im MRT gespielt und anschließend 2 VR-Teile mit Vagusnerv-Stimulation durchgeführt.

Für die Teilnahme am Online-Teil erhalten Probanden 24 € und eine Zulage abhängig von der erzielten Punktzahl. Bei Teilnahme an allen Teilen steigt diese Summe auf 150 € zuzüglich weiterer Gewinne aus den Aufgaben.

Gesucht werden Personen mit Angst- und/oder Depressionssymptomen im Alter von 18 bis 40 Jahren und einem BMI zwischen 18,5 und 30, wobei ein erhöhter BMI durch fettfreie Masse (Muskeln) generell kein Ausschlusskriterium darstellt. Leider ausgeschlossen werden müssen Personen, die unter Angst- und/oder Depressionssymptomen gelitten haben, aktuell jedoch keine Symptome mehr haben, sowie Personen mit neurologischen Erkrankungen und/oder neurologischen Schäden, Epilepsie oder bipolaren Störungen. Ebenfalls nicht teilnehmen können Personen mit Zwangserkrankungen, somatischen Störungen oder Essstörungen in den letzten 12 Monaten. Schwangere sowie Personen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes sind ebenfalls ausgeschlossen, ebenso wie Personen mit gegenwärtigem oder vergangenem Substanzmissbrauch. Kontraindikationen für tVNS (Piercings, Wunden am rechten Ohr) oder MRT (z. B. Herzschrittmacher) werden ebenfalls geprüft. Die Prüfung dieser Kriterien erfolgt nach der Online-Teilnahme. Bei akuter Posttraumatischer Belastungsstörung ist eine Teilnahme aufgrund der Aufgaben zu Vermeidungsverhalten unter Bedrohung ebenfalls nicht möglich. Es werden ebenfalls Fragebögen bei den Einschlusskriterien berücksichtigt, die im Rahmen der Online-Erhebung ausgefüllt werden. Bei Fragen ist eine Kontaktaufnahme vorab jederzeit willkommen.

Beginn findet eine Online-Studie statt, in der das Lern- und Entscheidungsverhalten sowie die Stimmung und Motivation erfasst werden. Dazu wird 5-10 Tage 1-2x ein Online-Spiel sowie Stimmungsabfragen durchgeführt, danach folgen mehrere Fragebögen. Anschließend werden ausgewählte Personen zu weiteren Untersuchungen eingeladen. Diese umfassen ein klinisches Interview, eine MRT-Untersuchung mit Blutentnahme sowie Aufgaben in virtueller Realität (VR). Untersucht wird, wie sich das Verhalten in unterschiedlichen Zuständen – etwa bei Hunger oder Sättigung – verändert, sowie wie sich die nicht-invasive Stimulation des Vagusnervs auf das Verhalten auswirkt.
Die MRT-Aufgabe stellt eine Entscheidung zwischen dem Erbringen von Aufwand (Griffkraft) zum Gewinnen von Belohnungen bzw. Vermeiden von Bedrohungen (kleine, mit Ihnen kalibrierte elektrische Schocks) dar. In den VR-Aufgaben können sich Teilnehmende frei bewegen und selbst entscheiden, ob sie Belohnungen aufsuchen oder Bedrohungen vermeiden möchten. Während der Aufgaben werden sowohl Verhaltensdaten als auch physiologische Reaktionen (z. B. Herzrate) erfasst. Die Studie soll grundlegende Erkenntnisse darüber liefern, ob tVNS das Annäherungs-Vermeidungs-Verhalten bei Symptomen von Angst und Anhedonie modulieren kann.

Online-Teil:
• Über 5-10 Tage täglich 1-2 Runden des Online-Spiels „Influenca" (ca. 5 min pro Runde, insgesamt 10 Runden)
• Fragebögen zu Stimmung, Motivation und Alltagsverhalten
• Dauer: insgesamt ca. 90 Minuten
• Telefonisches Vorgespräch (ca. 30 Minuten)
• Aufwandsentschädigung: 24 € plus Gewinne aus dem Online-Spiel

Labor-Teil:
• 3-4 Termine am UKB Bonn und in Endenich (je ca. 2–2,5 Stunden)
• 1x Psychologisches Interview
• 1x MRT-Untersuchung (inkl. Blutabnahme)
• 2x Aufgabe in virtueller Realität (VR), bei denen Belohnungen gesammelt oder Gefahren vermieden werden
• Während einiger Aufgaben wird der Vagusnerv nicht-invasiv stimuliert; körperliche Reaktionen (z. B. Herzaktivität) werden dabei gemessen. Teilnehmende werden durchgehend vom Team betreut.

Teilnahme
Bei Interesse finden Sie weitere Infos und Anmeldeinfos auf der Webseite der Studienleitung www.neuromadlab.com

Laufzeit bis 11/2027

Worum geht es?

Die Studie untersucht die konfirmatorische Wirksamkeit und Therapiesicherheit von

  • Naturbasierter Therapie (NBT) (naturfokussierte Achtsamkeitsübungen im Stadtwald) + Routineversorgung (RV)
  • Natur-Hypnose-Therapie (NHT) + RV im Vergleich zu alleiniger RV bei Patient*innen mit leichten bis mittelgradigen Depressionen untersuchen.

Ziel der Studie ist es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie sich Nachrichtenkonsum auf die psychische Gesundheit auswirkt. Auf dieser Grundlage sollen langfristig Ansätze entwickelt werden, die es ermöglichen, informiert zu bleiben, ohne dass die eigene seelische Gesundheit darunter leidet.

Einschlusskriterien

  • Frauen, Männer, divers im Alter zwischen18 und 70 Jahren
  • Verdacht auf oder diagnostizierte leicht- bis mittelgradigen Depression

Ablauf

8 Sitzungen in einer der folgenden Gruppen:

  • Waldtherapie (Entspannung in der Natur)
  • Hypnose
  • Vergleichsgruppe

Teilnahme

Interessierte wenden sich an das Studiensekretariat
E-Mail: naturedeep@charite.de
Telefon: 030 450 529027

Laufzeit 12/2026

Worum geht es?

In der Studie wird untersucht, wie virtuelle Rundgänge durch verschiedene städtische Grünflächen und damit einhergehende Wahrnehmungen sich auf verschiedene Aspekte der psychischen Gesundheit von Menschen die aktuell mit Depressionen leben auswirkt.

Ablauf

Ihre Aufgabe ist es, sich einen der 10-minütigen Videorundgänge durch eine städtische Grünfläche anzuschauen und vorher und nachher kurze Fragebögen auszufüllen. Diese beinhalten Fragen zu Ihrer Wahrnehmung der Grünfläche und ihrer psychischen Gesundheit (z.B. Ihrer Stimmung). Dies dauert insgesamt etwa 15 bis 20 Minuten.

Hier können Sie teilnehmen: https://www.soscisurvey.de/Rundgaenge/

Laufzeit bis -

Worum geht es?

Wir wollen untersuchen, wie Paare im höheren Lebensalter
ihre Beziehung erleben – insbesondere den Umgang mit
Stress und möglichen Pflegeerfahrungen.

Ablauf

  • Anonymer Online-Fragebogen (ca. 30 Minuten)
  • Teilnahme möglich, wenn Sie aktuell in einer Partnerschaft leben (gemeinsamer Haushalt ist nicht nötig)
  • Freiwillig – Abbruch jederzeit ohne Nachteile möglich
  • Optional: Partner/in einladen (am Ende personalisierten
    Link erstellen)

Gewinnverlosung
Als Dankeschön können Sie an einer Verlosung von Wunschgutscheinen im Wert von 3x200€ teilnehmen. Bei Teilnahme als Paar gibt es zusätzlich die Chance auf 1x400€.

Datenschutz
Es werden keine Namen abgefragt. Ihre E-Mail-Adresse wird getrennt von Ihren Daten nur für die Verlosung gespeichert und nach der Verlosung sofort gelöscht.

Kontakt
Arbeitsgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie des höheren Lebensalters
Fachbereich Psychologie
Universität Konstanz
Studienkontakt: Kayleigh Comeau M.Sc.
kayleigh.2.comeau@uni-konstanz.de

Sie können direkt über den Link an der Studie teilnehmen.

Den Flyer zur Studie finden Sie hier als PDF-Datei.

Laufzeit bis 31.12.2027

Worum geht es?

Sie denken häufiger, dass andere Ihnen schaden möchten?
Gefühle von Misstrauen oder Argwohn gegenüber anderen sind Ihnen bekannt?
Dann ist Ihre Mitarbeit als Expert*in aus Erfahrung gefragt!

Für ein Forschungsprojekt des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG; Ruhr-Universität Bochum) unter Leitung von Professorin Dr. Mar Rus-Calafell wird Ihre Hilfe benötigt.

In einer Studie sollen Faktoren erforscht werden, die sogenanntes paranoides Denken (Wahn/Misstrauen/Argwohn) begünstigen und aufrechterhalten. Diese Art zu denken kann für Betroffene belastend sein und zu psychischen Problemen führen. Dabei sollen alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen berücksichtigt werden (z. B. verschiedene Altersgruppen, Geschlechter, Menschen mit Migrationshintergrund etc.). Auf dieser Grundlage können Programme entwickelt werden, um paranoidem Denken vorzubeugen und damit verbundene Probleme zu vermeiden. Ein solches Präventionsprogramm soll zudem auf Basis der Studienergebnisse entwickelt werden.

Vor, während und nach der Durchführung der Studie sowie bei der Entwicklung des Präventionsprogramms können Betroffene von paranoidem Denken als Expert*innen aus Erfahrung aktiv mitwirken und so zur Verbesserung der Studienqualität beitragen.

Ablauf

  • Regelmäßige Treffen (Dauer jeweils ca. 1,5 Stunden) am Standort Bochum des DZPGs (Bochumer Fenster, Bochumer Innenstadt; teils auch Online-Teilnahme möglich, falls gewünscht) mit einer Gruppe von ca. 5 Expert*innen aus Erfahrung, der Projektleitung und 1-2 weiteren Teammitgliedern
  • Informationen zum aktuellen Forschungsstand
  • Meinungsaustausch zu und Mitarbeit an Forschungsfrage, Hypothesen, Studiendesign, zu untersuchenden Faktoren, Untersuchungsmaterial (Fragebögen), Kommunikation/Informationsmaterial/Ansprache von Studienteilnehmern, Auswertung, Ergebnissen, Verbreitung von Studienergebnissen, Entwicklung eines Präventionsprogramms basierend auf den Ergebnissen etc
  • alle 3 Monate, ggf. die ersten beiden Treffen zeitnaher (8 Treffen insgesamt)
  • Idealerweise nehmen alle Mitglieder an allen Treffen teil. Zeitpunkte für die Treffen werden gemeinsam bestimmt. Ein Ausscheiden ist jederzeit möglich.

Studienteilnehmer:innen haben die Möglichkeit, die eigene Erfahrung und Meinung zu paranoidem Denken in Forschung und psychische Gesundheit einzubringen, mitzugestalten und Entscheidungen zu treffen. Es gibt Kontakt zu anderen Expert:innen aus Erfahrung und Fachpersonen für psychische Gesundheit und Forschung und Netzwerkbildung

Studienteilnehmer:innen erhalten Vorinformation, Zusammenfassungen und Bewertungen von Treffen, weitere Informationen per E-Mail und Chat. Es gibt Wunschgutscheine oder finanzielle Vergütungen nach jedem Treffen.

Weitere Infos & Kontakt
Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Studienwebsite. Bei Interesse/Fragen melden Sie sich bei der Projektleitung (Julia.Schmitt@rub.de; Whatsapp: 01575 6343185).

Laufzeit bis 31.12.2026

Worum geht es?

Wie finden wir bei gedrückter Stimmung zurück zu mehr Antrieb? Und wie gelingt es, wieder Freude an Dingen zu entdecken, die uns eigentlich guttun? In dieser bundesweiten Online-Studie vergleichen Forschende zwei wissenschaftlich fundierte Ansätze in einem sechswöchigen Training. Unterstützen Sie die Forschung und nehmen Sie flexibel von zu Hause aus teil – Ihr Beitrag zählt!

Einschlusskriterien

  • Personen zw. 18 und 65 Jahren
  • aktuelle depressive Verstimmungen
  • aktuell nicht in Behandlung

Weitere Infos & Kontakt
Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Studienwebsite.

Laufzeit bis 31.07.2027

Worum geht es?

Ziel der OPTIBRIEF-Studie ist es, ein digitales Ultrakurzprogramm zur Unterstützung während der Wartezeit auf eine Psychotherapie zu untersuchen. In der Studie testen wir verschiedene Varianten des Programms UKADO, das während der Wartezeit genutzt werden kann. Wir möchten herausfinden, welche Variante am besten geeignet ist, um Symptome von Angsterkrankungen und Depressionen zu lindern und die Wartezeit hilfreich zu überbrücken. Zusätzlich interessieren uns die Erfahrungen der Teilnehmenden mit dem Programm.

Einschlusskriterien

  • Personen, die aktuell auf einen Psychotherapieplatz warten (Personen, die auf der Suche nach einem Platz sind, auf einer Warteliste sind oder einen Therapiestart haben, der aber noch mindestens 14 Tage entfernt ist)
  • Personen die, an einer Angsterkrankung und / oder einer Depression leiden
  • über 18 Jahre alt
  • gute Deutschkenntnisse und Internetzugang
  • keine akuten Krise

Weitere Infos & Kontakt
Eine Teilnahme an der Studie ist voraussichtlich bis Ende 2026 möglich. Die Laufzeit der Studie ist bis 2027 geplant. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos und freiwillig. Es finden keine Termine vor Ort statt. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Studienwebsite.

Laufzeit bis 23.12.2026

Beschreibung

Die Studie wird durch die Fakultät Klinische Psychologie und Psychotherapie am Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit in Bochum unterstützt und beinhaltet einen Online-Fragebogen, den betroffene, als auch Nicht-betroffene Personen von Post-Covid bearbeiten können.
Derzeit werden Daten zum Post-Covid Syndrom und auch Psychopathologien (v.a. Depression und Somatische Belastungsstörung), sowie Stigmatisierungserfahrungen erhoben.

Die Bearbeitung nimmt ca. 20-25 Minuten in Anspruch. Alles natürlich unter strengen Anonymisierungs- und Datenschutzbedingungen!

Betroffene und Nicht-Betroffene Personen von Post-Covid und Depression ab 18 Jahren können teilnehmen. 

Interessierte können über die Webseite sociosurvey.de an der Umfrage teilnehmen.

Studie Emotionsregulation und Annahmen über Emotionen

Laufzeit bis 12/2026

Das Forschungsprojekt untersucht die Rolle und Perspektive direkter Teamkolleg:innen in Wiedereingliederungsprozessen von (chronisch) erkrankten Beschäftigten. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchem Umfang Kolleg:innen in die organisatorische Planung einbezogen werden – etwa dann, wenn Anpassungen in der Arbeitsorganisation notwendig sind. Zudem wird betrachtet, in welchen Situationen Kolleg:innen emotionale oder praktische Unterstützung leisten und wo zugleich Herausforderungen entstehen können, beispielsweise wenn die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist oder Unsicherheiten im gegenseitigen Umgang auftreten.
Dazu werden qualitiative Interviews mit betroffenen Beschäftigten, direkten Teamkolleg:innen und ggf. auch Führungskräften geführt.

Die qualitativen Interviews dauern ca. 60 Minuten und werden selbstverständlich in der Auswertung anonymisiert. Je nach Wunsch, kann das Interview in Präsenz oder Online stattfinden.

Bei Interesse können wenden Sie sich bitte per Mail an coworker@bws-institut.de

Studie RESIST der Uni Marburg

Dysfunktionale Erwartungen beeinflussen die Entstehung und Aufrechterhaltung von depressiven Symptomen (Kube, Glombiewski & Rief, 2019). Sie bilden sich unter anderem auf Grundlage von Einstellungen gegenüber der psychischen Erkrankung, die wiederrum von der Art der Ursachenzuschreibung beeinflusst werden (Lam et al., 2005).

Bisherige Studien gehen häufig von einer gemeinsam zugrunde liegenden latenten Variablen der depressiven Symptome aus. Dieser Ansatz bildet die dynamischen Beziehungen zwischen Symptomen allerdings nicht ausreichend ab (Fried & Nesse, 2015). Unklar ist dabei vor allem der Einfluss von Erwartungen auf einzelne depressive Symptome abhängig von der Ursachenzuschreibung.

Die Studie untersucht, wie die Art der Ursachenzuschreibung von depressiven Symptomen (biologische vs. Nicht-biologische Ursachenzuschreibung) in Wechselbeziehung mit der Entstehung von Erwartungen hinsichtlich einer Symptomveränderung steht. Dabei sollen Selbstwirksamkeitserwartung, aktuelles Kontroll- und Stresserleben sowie Stress bei chronischen Erkrankungen im Fokus stehen.

Die Wechselbeziehungen werden über einen Zeitraum von 12 Wochen wöchentlich erhoben und auf Symptomebene im Rahmen eines Symptomnetzwerks dargestellt. Dabei werden Netzwerke gesunder Proband:innen mit denen depressiver Proband:innen verglichen.

Einschlusskriterien

  • mindestens 18 Jahre alt
  • ausreichende Deutschkenntnisse

Bei Interesse können Sie direkt an der Umfrage via soscisurvey.de teilnehmen, Bei Rückfragen steht Ihnen das Team per Mail resist-studie@uni-marburg.de zur Verfügung. 

Studie zu: Transkranielle Magnetstimulation (TMS) als Behandlung für junge Menschen mit Depression

Es ist ganz normal, sich an manchen Tagen traurig, energielos oder niedergeschlagen zu fühlen – in der Regel gehen diese Phasen schnell vorüber. Bei einer psychischen Erkrankung wie der Depression halten die Beschwerden jedoch länger als zwei Wochen an und reagieren kaum auf äußere Einflüsse. Bei Depressionen bestehen unter anderem Veränderungen der Aktivität in Hirnbereichen, die für die Lenkung von Gefühlen und Gedanken verantwortlich sind.

Hier setzt die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) an. Durch die schnelle Abfolge von Magnetimpulsen wird die Erregbarkeit von Nervenzellen der Hirnrinde schonend beeinflusst. Ziel ist, die Wiederherstellung der Balance der Hirnaktivität zu unterstützen und dadurch depressive Symptome zu lindern. Die TMS wird als Therapiemöglichkeit der Depression bei Erwachsenen bereits empfohlen, gilt als sehr nebenwirkungsarm und lässt sich gut als Ergänzung zu einer Psychotherapie anwenden. Jedoch ist bisher unklar, ob das Verfahren auch bei jungen Menschen wirksam ist.

In der EARLY-BURST Studie möchten wir die Theta Burst Stimulation (TBS), eine Weiterentwicklung der TMS, bei jungen Menschen (16 bis 26 Jahre) mit depressiven Störungen untersuchen, die in den letzten 12 Monaten nicht mit Antidepressiva behandelt wurden. Die Studie wird im Rahmen des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos. Falls bisher nur der Verdacht auf eine Depression besteht, ist eine Diagnosestellung und Beratung vor Ort möglich.

Einschlusskriterien

  • an einer akuten oder länger anhaltenden Depression leiden (Verdacht ausreichend, Diagnosestellung vor Ort möglich)
  • Alter: 18 - 26 Jahre
  • in den letzten 12 Monaten nicht mit antidepressiven oder antipsychotischen Medikamenten behandelt wurden

Ausschlusskriterien

  • bereits mit Transkranieller Magnetsimulation (TMS) behandelt worden
  • Epilepsie
  • es war bereits neurochirurgischer Eingriff notwendig
  • Herzschrittmacher
  • Schwangerschaft

Ablauf  & Behandlung

  • Telefonisches Vorgespräch innerhalb weniger Tage
  • Eingangsuntersuchung und Diagnostik vor Ort (ärztliches Gespräch, Fragebögen, MRT-Aufnahme)
  • Beratung über andere Behandlungsmöglichkeiten
  • Tägliche Behandlung (Montag bis Freitag, circa 15 Minuten pro Termin) für 6 Wochen
  • Zufällige Zuordnung zur echten Behandlung mit Theta-Burst-Stimulation oder einer Schein/Placebo-Behandlung (nur so kann die Wirksamkeit des Verfahrens beurteilt werden)
  • Begleitende Psychotherapie ist erlaubt
  • Regelmäßige ärztliche Gespräche

Nachsorge

  •  Nachsorgetermine nach jeweils 3 und 6 Monaten
  • Bei Bedarf Beratung zu weiteren Unterstützungsangeboten

Bei Interesse können Sie direkt über das Kontaktformular von earlybust.de oder per Mail an psy.nibs@med.uni-muenchen.de Kontakt aufnehmen. 

QUATEMAR bietet eine telemedizinische Unterstützung mit bis zu zwölf 25-minütigen Tele-Coachings sowie begleitenden Inhalten per App oder eine Webseite. Ziel ist es, Patient:innen mit einer empfohlenen ambulanten Richtlinienpsychotherapie während der Wartezeit zu begleiten und ihnen den Zugang zur Behandlung zu erleichtern.

Mehr Infos und Anmeldung: www.quatemar.de
Fragen? studie-quatemar@fau.de

Einschlusskriterien (Wer kann teilnehmen?)
- Erwachsene ab 18 Jahren
- Wartezeit von mindestens 4 Wochen auf einen ambulanten Psychotherapieplatz
- Sie haben eine psychotherapeutische Sprechstunde besucht und ein PTV 11 Formular erhalten
- Sie sind bei einer der teilnehmenden Krankenkassen versichert

Ausschlusskriterien (Wer kann nicht teilnehmen?)
- Akute Selbst- oder Fremdgefährdung
- Akute psychotische Symptome (z. B. Wahnvorstellungen, Halluzinationen)
- Sprachliche oder neurokognitive Barrieren

Flyer (JPEG)

Die Online-Befragung „Erfahrungen mit ambulanter Psychotherapie“ richtet sich an ehemalige Psychotherapie-Patienten, die etwa vor 1-3 Jahren eine ambulante Psychotherapie bei einer ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeut*in beendet haben (entweder regulär abgeschlossen, vorzeitig beendet oder abgebrochen).

Zum Online-Fragebogen

 

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