Sensible Einsichten in die Innenwelten der Depression

Einfühlsam gibt das Projekt in Bildern und Texten den Gefühlswelten depressiver Menschen Ausdruck. Mit sensiblen Porträts und abstrakten Bilderwelten geht die Initiatorin Nora Klein auf Vortragsreise.

Psychische Krankheiten sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, und doch sind die konkreten Symptome für viele Menschen rätselhaft und schwer greifbar. Mit verschiedenen medialen Formaten ermöglicht das Projekt »Mal gut, mehr schlecht.« die Krankheit Depression besser zu verstehen – durch Bilder und Worte.

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Du sitzt in deiner Wohnung, siehst die Dinge um dich herum, dann wird das Licht immer weiter heruntergedimmt, du siehst immer weniger, bis nichts mehr da ist: So ist die Depression.

Eineinhalb Jahre stand die Fotografin und Projektinitiatorin Nora Klein im Austausch mit betroffenen Personen. Durch intensive Gespräche gelang es ihr, jenseits von Worten eine eigene, bildliche Ausdrucksform für die Gefühlswelt depressiver Menschen zu finden. Mit sensiblen Portraits und abstrakten Bildwelten macht sie eine unsichtbare Krankheit sichtbar. Ihre Fotos sind eindringliche Einsichten in die Innenwelten der Depression und werden durch Gesprächsprotokolle der Projektteilnehmenden ergänzt.

2017 erschien der Bildband im Hatje Cantz Verlag sowie die Ausstellung, kurz darauf beginnt eine deutschlandweite Vortragsreihe. Die Fotografin Nora Klein und die Projektteilnehmende Sabine Fröhlich machen dabei mit ihrer visuellen Präsentation eine unsichtbare Krankheit sichtbar. Im November 2021 geht das Projekt das erste Mal an Schulen. Im Klassenverband erleben Schüler und Schülerinnen die Vortragsveranstaltung und führen im Anschluss ein intensives Gespräch rund um das Thema Depression aus Betroffenen- und Angehörigenperspektive.

Wir freuen uns, mit Unterstützung der BARMER und der Town & Country Stiftung den Bildband und die Vortragsreihen ermöglichen zu können.

 

Das Projekt wurde gefördert von der Barmer Krankenkasse.



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