Sieben Gesichter der Depression – Nicolas Doster

Rezension von DDL-Mitglied Mechthild Strahler

„Bei Depressionen gibt es nicht den einen Weg, aber es gibt deinen Weg.“ 

Mit dem Buch „Sieben Gesichter der Depression“ hat der Autor Nicolas Doster eine sehr authentische Sammlung verschiedenster Geschichten von Betroffenen mit der Erkrankung „Depression“ geschaffen. Die „Sieben Gesichter“ teilen ihre eigene Sprache, Ausdrucksweise und Perspektive der Krankheit mit uns. Es ist ein weiteres gelungenes Buch des Autors.  

Dieses Buch ist wertvoll. Es gibt Betroffenen Informationen, nach denen er sucht, wenn ihn diese Erkrankung trifft. Wertvoll deshalb, weil es die verschiedenen Entwicklungen der Krankheit aufzeigt, die so individuell sind, wie der Mensch, der sich dem Leser öffnet. Der Betroffene fühlt sich verstanden und kann aus den einzelnen Geschichten für sich das hilfreichste mitnehmen.  

Jede Geschichte ist einzigartig, sehr individuell und lässt den Leser aus verschiedenen Perspektiven auf die Erkrankung blicken. Dadurch ergibt sich für den Betroffenen ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten für den eigenen Weg aus der Depression und es macht Mut und Hoffnung. Es ersetzt jedoch keine professionelle Hilfe.  

Das einzelne Gesicht darf sich zeigen, beispielsweise mit seinem Steckbrief, mit dem Beantworten der Fragen, mit seinen Erfahrungen. Es gibt Impulse, die der Betroffene vielleicht gerade noch nicht umsetzen kann, doch zu gegebener Zeit greift er auf dieses Buch zurück und findet möglicherweise eine Lösung für seinen weiteren Weg.  

Dieses Buch ist keine Therapie, aber ein einfühlsamer und ermutigender Begleiter voller gelebter Erfahrungen – ideal für Betroffene, die sich verstanden fühlen möchten, sowie für Angehörige, die einen authentischen Einblick in die vielfältigen Gesichter der Depression gewinnen wollen. 

Verlag: Impian
192 Seiten
ISBN-13: 978-3-96269-215-5

Erhältlich u.a. direkt beim Impian-Verlag

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