„Heute mache ich etwas, das ich noch nie in meinem Leben gemacht habe:“, hatte unsere Vorsitzende Dr. Claudia Kociucki am Morgen des 5. Juli in den Sozialen Medien gepostet, „auf ein Fußballturnier gehen!“ Gemeinsam mit Mara Ulm, die zum ersten Mal als Vereinsmitglied im ehrenamtlichen Einsatz war, betreute sie den Infostand und durfte sich am Ende über einen vierstelligen Spendenbetrag zugunsten der DDL freuen.
Im Namen des Vorstands und der Geschäftsstelle der Deutschen DepressionsLiga dankte sie vor allem Patrick Franken, der auch als Moderator durch den Tag geführt hatte, sowie Jens Hartmann für die gute Vorbereitung und Betreuung im Vorfeld. In einer Mail bedankte sie sich zudem bei allen beteiligten Spielern, Helferinnen und Helfer des Der Helden Cup 2025 von Teutonia SuS Waltrop: „für die Idee zu diesem groß(artig)en Event, für eure Wahnsinnsarbeit, die ihr da reingesteckt habt, um Klein und Groß einen tollen Tag zu ermöglichen, bestmöglich zu versorgen und um Spenden zu sammeln. Durch euren Einsatz ist die Krankheit Depression noch ein Stückchen weiter ins Bewusstsein und in die Öffentlichkeit gerückt worden – das ist toll und unbedingt wichtig! Nur so kann Prävention funktionieren und so gelangen wir zu mehr Verständnis für Erkrankte und auch Angehörige. Wir hatten in diesem Sinne einige berührende Gespräche im Laufe des Tages.“
Nachbericht des DDL-Mitglieds Mara Ulm
Mein erstes Meeteinander* mit Frau Dr. am Stand. Zwei Frauen, eine Mission: Eine Krankheit, viele Geschichten – denn Depression hat viele Gesichter…
Wir trafen am Stand das erste Mal persönlich aufeinander. Tauschten Erfahrungen aus und stellten fest, dass wir trotz unterschiedlicher Lebensstile und Hintergründe ähnliche Kämpfe durchleben.
Während wir am Stand saßen und zwischen Bürgermeister und Presse Aufklärungsarbeit leisteten, stellte ich mit einem Lächeln auf den Lippen fest, dass wir uns auch unseren eigenen Dämonen stellen. Der Druck, die Fassade aufrechtzuerhalten. Selbstzweifel und die Angst vor dem Urteil anderer. Jedoch eingepackt in die warmen Momente des Wachstums und der Hoffnung, dass es ab heute weitere Menschen gibt, die sich nicht allein fühlen.
Mit der DepressionsLiga wurde nicht nur eine Gemeinschaft geschaffen, die anderen hilft, sich gehört und verstanden zu fühlen. Die DDL hebt hervor, dass Depression viele Gesichter hat und dass jeder Mensch eine einzigartige Geschichte zu erzählen hat. Sie ermutigt dazu, offen über psychische Gesundheit zu sprechen, Empathie zu zeigen und unterstreicht die Wichtigkeit von Gemeinschaft und Unterstützung.
Unser aller Mission, das Bewusstsein für Depressionen zu schärfen, hat nicht nur mein eigenes Leben verändert, sondern auch das Leben vieler anderer.
Danke, dass ich ein Teil davon sein darf!
*Mara nimmt hier Bezug auf das digitale Format DDLmeeteinander – ein exklusives Angebot für DDL-Mitglieder, das sich im letzten Jahr etabliert hat. Einmal monatlich „treffen“ sich Interessierte virtuell zu einem vorher festgelegten Thema. Teils mit geladenen Expert:innen diskutieren wir und bieten die Möglichkeit zu einem intensiven Austausch im geschützten Raum.

Auf dem Foto sehen wir vorne Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach, der unserem Stand einen Besuch abstattete, sowie unsere Vorsitzende im Hintergrund. Ein besonderer Dank gilt unserem Vereinsmitglied Mara Ulm (rechts im Bild) für ihre Bereitschaft, den freien Samstag in den Dienst der guten Sache zu stellen – und für den sehr persönlichen Nachbericht.