Schirmherr Torsten Sträter nimmt den Spendencheck der Solidarfonds–Stiftung NRW entgegen. Credits: Solidarfonds–Stiftung NRW

Psychische Gesundheit sichtbar machen: Rückblick auf einige Aktionen 2025

Das Jahr 2025 war für die Deutsche DepressionsLiga e. V. geprägt von vielen Begegnungen, offenen Gesprächen und einer großen Bereitschaft, psychische Gesundheit sichtbar zu machen. Ob bei lokalen Aktionen, Gesundheitstagen oder öffentlichen Veranstaltungen – immer wieder wurde deutlich, wie wichtig niedrigschwellige Information, Austausch auf Augenhöhe und solidarische Unterstützung sind. Fünf Aktionen stehen exemplarisch für dieses Engagement.

Offene Gespräche auf dem Waltroper Weihnachtsgässchen

Am 16. Dezember 2025 war ein Infostand zum Thema Depressionen Teil des Waltroper Weihnachtsgässchens. Zwischen Lichtern, Marktständen und vorweihnachtlicher Atmosphäre nutzten zahlreiche Besucher:innen die Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Resonanz war groß und zeigte eindrucksvolldass auch oder gerade, in der Weihnachtszeit der Bedarf an Austausch und Aufklärung hoch ist.

Besonders wertvoll waren die vielen offenen, ehrlichen und berührenden Gespräche sowie die große Wertschätzung für das Thema psychische Gesundheit. Das Interesse und die Akzeptanz machten deutlich, wie wichtig es ist, Depressionen aus der Tabuzone zu holen und Unsicherheiten im Umgang miteinander abzubauen. Dank der Unterstützung der Besucherinnen und Besucher konnten Spenden in Höhe von 215 Euro gesammelt werden, die vollständig der Deutschen DepressionsLiga zugutekamen.

Diese Aktion war nur durch das Engagement vieler Beteiligter möglich. Die unkomplizierte Zusammenarbeit vor Ort, Sachspenden, Infomaterialien und das gemeinsame Auftreten verschiedener Initiativen zeigten, wie stark lokale Netzwerke wirken können, wenn sie sich gemeinsam für Offenheit und Prävention einsetzen.

Die DDL bedankt sich herzlich bei Malte Salmen und Team sowie allen Beteiligten, die diesen Tag möglich gemacht haben. Wir wünschen ein gutes neues Jahr 2026 und viel Erfolg bei weiteren solcher toller Veranstaltungen.

Auf dem Waltroper WEihnachtsgässchen. V.l.n.r. Hanna Yushchenko (von der Ukrainischen Gemeinde in Waltrop), Malte Salmen (Gruppengründer), Mara Ulm (MotivationsDepot Waltrop). Foto von Tanja Salmen

Psychische Gesundheit im Fokus: Gesundheitstag in Bad Bentheim

Bereits am 17. September folgte die DDL einer Einladung des Eylarduswerks nach Bad Bentheim. Der Diakonische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. hatte seine Mitarbeitenden zum siebten Gesundheitstag eingeladen und ein vielfältiges Programm zusammengestellt, in dem psychische Gesundheit einen gleichwertigen Platz neben körperlichen Themen einnahm.

Unsere damalige Vorsitzende Dr. Claudia Kociucki war mit dem Vortrag „Kopf hoch – wird schon wieder!?“ Teil des Programms und sprach in zwei gut besuchten Veranstaltungen mit Betroffenen, Angehörigen und Mitarbeitenden. Die Rückmeldungen zeigten, wie hilfreich es für viele war, Depressionen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und Erfahrungsberichte zu hören. Auch am Infostand wurde eine wertschätzende und offene Atmosphäre spürbar, die den Austausch erleichterte.

Solche Gesundheitstage machen deutlich, wie wichtig es ist, psychische Gesundheit in Organisationen selbstverständlich mitzudenken. Die DDL bringt sich hier im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne mit Vorträgen und Materialien ein.

Dr. Claudia Kociucki im Gesrpäch

Tag der seelischen Gesundheit: Sichtbarkeit und Austausch in Bad Hersfeld

Auch beim Tag der seelischen Gesundheit im Oktober war die DDL mit einem Infostand vertreten. In Bad Hersfeld kam es zu zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen, Angehörigen, Interessierten und Fachkräften aus Medizin und Sozialarbeit. Wir durften viele neue Bekannte begrüßen, die die Deutsche DepressionsLiga bislang noch nicht allzu viele Berührungspunkte mit der DDL hatten. Sie nutzten die Gelegenheit, Informationsmaterial mitzunehmen und Fragen zu stellen.

Besonders häufig wurde zurückgemeldet, wie wichtig der offene Gesprächsraum war, den der Stand bot. Einige Interessierte äußerten sogar direkt den Wunsch, Mitglied zu werden. Solche Rückmeldungen zeigen, wie sehr niedrigschwellige Präsenzangebote dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und Menschen miteinander in Kontakt zu bringen.

Wir bedanken uns beim DDL-Mitglied Frank Redeker, der den Stand in Bad Hersfeld betreute. 

Psychische Gesundheit sichtbar machen: Rückblick auf einige Aktionen 2025 IMG 1677 2

Ein Jahr lang Laufen und Radfahren – Jörgs Spendenaktion für die DDL

Bereits im zweiten Jahr in Folge ist DDL-Mitglied Jörg sportlich für die DDL und das Thema Aufklärung rund um Depressionen unterwegs. 

Regelmäßig berichtet der Geseker auf Instagram von seinen Aktionen. So nimmt er über das Jahr verteilt an unterschiedlichen Events teil oder läuft und radelt im Privaten die ein oder anderen Kilometer. Dabei zählt jeder zurückgelegte Kilometer. Denn pro absolvierten Kilometer sammelt er 0,1 € für die Deutsche DepressionsLiga und fördert so unsere Arbeit nachhaltig.

Sein Jahr 2025 kann sich wirklich sehen lassen. Rund 1700 Kilometer zu Fuß und 612 Kilometer auf dem Rad hat er in den vergangenen 12 Monaten zurückgelegt. Damit sind – von ihm aufgerundet – 250 € für die Arbeit der DDL zusammengekommen. Doch damit nicht genug: Ende des Jahres erzielte seine Geburtstags-Spendenaktion tolle 400€! Insgesamt kommen der DDL also 650 € von Jörg zugute.

Eine tolle Aktion, die beispielhaft für das große Engagement unserer Mitglieder steht und für die DDL und ihre Anliegen von großer Bedeutung ist. Umso schöner, dass Jörg bereits angekündigt hat, auch 2026 wieder Spenden für die DDL zu erlaufen und zu erradeln. Vielen Dank, Jörg!

Psychische Gesundheit sichtbar machen: Rückblick auf einige Aktionen 2025 joerg

Starke Unterstützung: Solidaritätsfonds NRW fördert die DDL

Ein besonderes Zeichen der Solidarität erhielt die Deutsche DepressionsLiga 2025 durch eine Spende des Solidaritätsfonds NRW. Der Fonds unterstützte die Arbeit der DDL mit einer Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro. Der Spendenscheck wurde von unserem Schirmherrn Torsten Sträter entgegengenommen.

Diese Unterstützung ist ein wichtiges Signal für die Bedeutung von Betroffenenarbeit, Aufklärung und Selbsthilfe im Bereich psychischer Gesundheit. Sie trägt dazu bei, bestehende Angebote zu sichern und weiterzuentwickeln sowie neue Projekte möglich zu machen.

Schirmherr Torsten Sträter nimmt den Spendencheck der Solidarfonds–Stiftung NRW entgegen. Credits: Solidarfonds–Stiftung NRW

Gemeinsam weitergehen

Diese fünf Aktionen stehen stellvertretend für viele Begegnungen im Jahr 2025. Sie zeigen, wie wichtig Aufklärung, Prävention und ein respektvoller Umgang mit psychischer Gesundheit sind – im Alltag, im Arbeitskontext und im öffentlichen Raum. Die Deutsche DepressionsLiga bedankt sich bei allen Engagierten, Kooperationspartner:innen und Unterstützenden, die diese Arbeit möglich machen.

Auch im kommenden Jahr 2026 wird die DDL weiter daran arbeiten, Betroffenen eine Stimme zu geben, Selbsthilfe zu stärken und Räume für Austausch zu schaffen. Wir freuen uns auf Ihr Engagement und viele weitere mutmachende und inspirierende Gespräche und Begegnungen. 

Aktuelles

Neue Folge von „Laut gedacht“ zum Thema Depression
28Mai

Neue Folge von „Laut gedacht“ zum Thema Depression

In der neuen Folge von „Laut gedacht“ spricht Vicky über Depressionen und zeigt, warum sie viel mehr sind als „nur traurig sein“. Vicky ist schon lange eine Freundin fürs Leben und hat…

Bewerbungsphase startet: Expedition Depression an Schulen. Die Bustour 2026
21Mai

Bewerbungsphase startet: Expedition Depression an Schulen. Die Bustour 2026

Die Expedition Depression kommt auch 2026 wieder an Schulen in Deutschland. Heute startet die Bewerbungsphase. Bis einschließlich 22. Juni können sich Schulen für einen Besuch der Expedition Depression bewerben.

Deutsche DepressionsLiga e.V. unterstützt Forschungsprojekt „PsychKOMPASS“
11Mai

Deutsche DepressionsLiga e.V. unterstützt Forschungsprojekt „PsychKOMPASS“

Zum 1. April 2026 ist das Forschungsprojekt „PsychKOMPASS“ gestartet. Das Vorhaben beschäftigt sich mit der psychischen Gesundheit von Studierenden in Deutschland und untersucht psychosoziale Beratungs- und Unterstützungsangebote an Hochschulen und Studierendenwerken.

„Moin!“ war meist der Anfang – Die DDL auf der Messe Leben und Tod in Bremen
05Mai

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Die Messe Leben und Tod findet zweimal jährlich in Bremen und Freiburg statt. Mitte April war die Deutsche DepressionsLiga e.V. zu Gast in Bremen und durfte dort ihr Angebot präsentieren. Unsere ehemalige…

Strategiemeeting 2026: Gemeinsamer Austausch und Blick nach vorn 
03Mai

Strategiemeeting 2026: Gemeinsamer Austausch und Blick nach vorn 

Die Strategiesitzung war in diesem Jahr mit einem großen Zusammenkommen innerhalb der Deutschen DepressionsLiga e.V. verbunden. Weil 2025 einige neue Gesichter die Geschäftsstelle ergänzt haben und es auch im Vorstand viel Bewegung…

Körperbasierte Ansätze bei Depressionen –DDLmeeteinander mit Anna Stechert am 16. April 2026  
01Mai

Körperbasierte Ansätze bei Depressionen –DDLmeeteinander mit Anna Stechert am 16. April 2026  

Im Rahmen unseres DDLmeeteinander im April haben wir uns mit dem Thema körperbasierte Ansätze bei Depressionen beschäftigt. Zu Gast war Anna Stechert, vielen DDL-Mitgliedern bereits bekannt als Kursleiterin unseres Angebots „Traumasensitives Yoga“.…

Vorstandsvorsitzender Jürgen Leuther legt sein Amt nieder 
30Apr.

Vorstandsvorsitzender Jürgen Leuther legt sein Amt nieder 

Unser Vorsitzender Jürgen Leuther hat sein Amt im Vorstand der Deutschen DepressionsLiga e.V. aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Jürgen gehörte dem Vorstand seit 2021 an und war auf der Mitgliederversammlung…

DDL unterstützt Kampagne „Ich bin gegen Mobbing“
20Apr.

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Die Deutsche DepressionsLiga e.V. setzt sich gemeinsam mit JugendNotmail, Zeichen gegen Mobbing e.V., Colorful e.V. und der Suizidpräventionsstelle Hessen für ein bundesweites Schutzkonzept gegen Mobbing an Schulen. Initiiert wurde die Kampagne von…

Gastkommentar: Ein verheerendes Signal 
13Apr.

Gastkommentar: Ein verheerendes Signal 

In einem Gastkommentar für die Fuldaer Zeitung hat Jonas Julino die Honoarkürzungen in der Psychotherapie und die Auswirkungen auf Betroffene betrachtet.

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