„Moin!“ war meist der Anfang – Die DDL auf der Messe Leben und Tod in Bremen

Ein Nachbericht aus O-Tönen

„Viele Besucher:innen haben uns wertschätzend begrüßt und angenommen. Schön, dass wir präsent waren.“ Das fand nicht nur Schatzmeister Michael Bergmann, sondern auch zahlreiche Menschen vor Ort. Im Vergleich zu den Vorjahren sei zwar weniger Publikum vor Ort gewesen, so Vorstandskollege Jonas Schmidt; das hätten alle durch die Bank wahrgenommen. Dennoch war das Interesse an der Arbeit der Deutschen DepressionsLiga riesig: „Bei euch am Stand war immer was los!“ lautete die Rückmeldung einer Standnachbarin am Ende der zwei Tage.

Das stimmt! Auch Vorstandsmitglied Gaby Liebermann war begeistert von der besonderen Atmosphäre, die nicht nur in der Halle insgesamt herrschte, sondern auch von der sehr herzlichen Stimmung innerhalb des Teams und den sehr persönlichen Beratungsgesprächen getragen wurde. „Ich fand toll, dass wir so viele interessante Menschen am Stand hatten.“ Gaby war erstmalig für den Verein nach Bremen gereist und beantwortete gemeinsam mit den anderen Ehrenamtlichen Fragen zur DDL, zur Erkrankung Depression und zu Hilfsmöglichkeiten. „Die Zeit, die wir da waren, war berührend“, sagt Viola Swierzy, die schon vor zwei Jahren mit an Bord gewesen war. Neben den Beratungsgesprächen lobt sie den Nutzen der zusätzlich bereitgestellten Informationsmaterialien: „Gut, dass wir die Flyer verteilen. Sie können Menschen auf das Thema Depression aufmerksam machen, ohne ihnen direkt vor den Kopf zu stoßen.“

Darüber hinaus bot in dem Zusammenhang die diesjährige Messestandaktion Möglichkeiten zu Austausch, Aufklärung und Antistigma-Arbeit: Auf Karten waren einzelne Sätze aus unserem Projektbuch „Sei froh, dass es nichts Ernstes ist! Was sagt man dazu?“ ausgestellt. DDL-Mitglied und Projektleiter des ´Großformatigen Malens, Christian Roskothen-Swierzy, berichtet: „Es waren öfter Menschen am Stand, die sich gefragt hatten, was sich hinter den Karten verbirgt. Das war ein guter Aufhänger, um ins Gespräch zu kommen über Depressionen, was ansonsten ja vielleicht einigen nicht so leichtfällt.“ „Die Aktion hat unserem Stand so richtig Leben eingehaucht“, ergänzt Jonas. Er hatte in diesem Jahr gemeinsam mit der Geschäftsstelle die Messeteilnahme und den Teameinsatz vorbereitet.

„Mich bewegt immer wieder die Dankbarkeit der Menschen, dass wir ihnen solche Gespräche und andere Angebote ermöglichen“, sagt Dr. Claudia Kociucki. Besonders sind der ehemaligen Vorsitzenden folgende zwei Situationen im Gedächtnis geblieben: „Da war eine Besucherin am Stand, die uns das Armband (eines unserer Give-Aways) zeigte und sagte, sie habe das im vergangenen Jahr mitgenommen und seitdem immer getragen. „Zurück ins Leben“ steht da drauf, und sie habe immer wieder daran gedacht. Das hat mich sehr berührt. Ebenso wie die eine Standbesucherin, die zu uns kam und sagte: ‚Mir fällt auf, dass ich die Broschüren letztes Jahr mitgenommen, aber gar nicht gebraucht habe … Ich glaube, das bedeutet, es geht mir besser!‘“

Viola findet bei der Messe und bei der Arbeit am Stand immer wieder beeindruckend, dass „ein großer Bedarf und Redebedarf besteht“ – sowohl bei Betroffenen oder denjenigen, die begleiten oder auch bei trauernden Eltern. Darüber hinaus, so zeigt die Erfahrung, gibt es viele selbst Betroffene und Angehörige bei den auf der Messe vertretenen Berufsgruppen. Auch hier liegt ein Teil der Antwort auf die am Stand häufig gestellte Frage, warum wir auf der Messe „Leben und Tod“ sind. Es entstehen einfach immer „zahlreiche Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern: intensiv, offen und bereichernd. Auch dieses Mal war es wieder ein wertvoller Austausch, der gezeigt hat, wie groß das Interesse an dem Thema Depression ist und wie wichtig persönliche Begegnungen in diesem Kontext sind.“ (Maren Köpsel, DDL-Mitglied aus Bremen)

Und deshalb stehen wir immer wieder gerne mit einem DDL-Stand dort, wo wir gebraucht werden – „mit viel Engagement und Herzblut“ (Zitat Maren) und einem „großen Gemeinschaftsgefühl“ (Zitat Michael). Die geteilte Erfahrung als Betroffene und/oder Angehörige und das gemeinsame Erleben stärken uns einfach. In diesem Sinne.

(CK)

Fotos: (privat) / Gruppenfoto v.l.n.r.: Jonas Schmidt, Viola Swierzy, Maren Köpsel, Christian Roskothen-Swierzy, Claudia Kociucki, Michael Bergmann, Gabriele Liebermann

„Moin!“ war meist der Anfang – Die DDL auf der Messe Leben und Tod in Bremen 2026 Leben und Tod Bremen Team Standbetreuung 1
„Moin!“ war meist der Anfang – Die DDL auf der Messe Leben und Tod in Bremen 2026 Leben und Tod Bremen Michael und Gaby
„Moin!“ war meist der Anfang – Die DDL auf der Messe Leben und Tod in Bremen 2026 Leben und Tod Bremen Messestandaktion
„Moin!“ war meist der Anfang – Die DDL auf der Messe Leben und Tod in Bremen 2026 Leben und Tod Bremen Moin

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