Manche Menschen sind einfach da, wenn man sie braucht. Sie fahren quer durchs Land, setzen sich an einen Infostand, bringen wichtige Themen in Gremien ein und kümmern sich um Ideen, die sonst vielleicht liegen bleiben würden. Unser Vorstandsmitglied Oliver Vortmann war für die DDL genau so ein Mensch. Nun ist er aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausgeschieden und wir möchten Danke sagen.
Oli war über viele Jahre „unser Mann in Berlin“ und für die DDL auf unzähligen Veranstaltungen in ganz Deutschland unterwegs. Sechs Jahre lang gehörte er beispielsweise zum DDL-Team auf dem Berliner DGPPN-Kongress und war dort mehrere Tage am Stück präsent. Oli war da, hat Gespräche geführt, die Perspektive von Menschen mit Depression eingebracht und der DDL ein Gesicht gegeben. Wie so oft in seiner Zeit bei Deutschlands größter Betroffenenorganisation für Menschen mit unipolarer Depression.
Sein Engagement ging aber weit über Veranstaltungen hinaus. Seit Oktober 2023 war Oli Teil des DDL-Vorstands und u.a. für den Bereich Selbsthilfe zuständig, brachte sich in die Gremien der DDL ein, setzte sich besonders für die Selbsthilfe ein und engagierte sich bei der DDL-Peer-Mail. Immer wichtig war ihm, dass Menschen mit Depression passende Anlaufstellen und Austauschmöglichkeiten finden. Die Selbsthilfegruppen-Datenbank hat er nicht nur mit aufgebaut, sondern hat die Idee mit vorangetrieben und sich dafür eingesetzt, dass daraus ein konkretes Angebot wird. Heute ist sie eine wichtige Möglichkeit, Selbsthilfegruppen zu finden und miteinander in Kontakt zu kommen.
Auch außerhalb der DDL ist Oli seit Jahren ehrenamtlich aktiv. Durch seinen Einsatz, seine Erfahrung und seine Vernetzung ist er zu einer wichtigen Stimme für Menschen mit psychischen Erkrankungen geworden – in der Selbsthilfe ebenso wie in verschiedenen Bereichen der psychosozialen Versorgung. Er bringt die Perspektive von Betroffenen dorthin, wo Entscheidungen getroffen, Angebote gestaltet und Interessen vertreten werden. Genau das ist wichtig: dass nicht nur über Menschen mit Depression gesprochen wird, sondern dass sie selbst zu Wort kommen.
Nun ist Oli aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand zurückgetreten. Das bedauern wir sehr und respektieren selbstverständlich seine Entscheidung. Was bleibt, ist großer Dank für alles, was er eingebracht, angestoßen und möglich gemacht hat. Und die Gewissheit, dass sein Einsatz an vielen Stellen weiterwirkt.
Lieber Oli, danke für deine Zeit, deine Beharrlichkeit und deine engagierte Art. Danke für die vielen Termine, die Gespräche, die Arbeit im Hintergrund und dafür, dass du dich immer wieder für die Belange von Menschen mit Depression starkgemacht hast und das mit Sicherheit weiter tun wirst.
Wir wünschen dir von Herzen alles Gute und hoffen, dass du der DDL und der Selbsthilfe weiterhin verbunden bleibst.