Wie offen sprechen Jugendliche über Depression? Und was passiert, wenn ein Film den Einstieg in ein Gespräch ermöglicht? Mitte August war die Expedition Depression wieder unterwegs. Nachdem die Schultour im vergangenen Jahr ihre Premiere hatte, tourt die Expedition Depression 2026 in zwei Etappen durch Schulen in Deutschland. Im ersten Teil Mitte August führte uns die Tour durch das Saarland und Hessen und brachte das Thema Depression direkt in den Schulalltag.
So machte unser Bus vom 11. bis 17. August Station in Saarlouis, Homburg, Bad Nauheim, Marburg und Lohfelden. Mit dabei waren u.a. der Regisseur und Psychiater Axel Schmidt, DDL-Vorstand Oli Vorthmann, das sagamedia-Team sowie Protagonist:innen des Roadmovies.
Austausch und Offenheit im Fokus
Die teilnehmenden Schulen bewarben sich im Vorfeld kreativ um einen Stopp der Expedition Depression in ihrem Ort. Vor Ort erwartete die Schüler:innen dann die Vorführung des Films „Expedition Depression“, Podiumsdiskussionen mit Protagonist:innen des Films, Mitgliedern der Deutschen DepressionsLiga und Fachleuten sowie die Möglichkeit, Fragen zu stellen – offen oder anonym.
Dass viele Jugendliche dem Thema offen begegneten, beobachtete einmal mehr Axel Schmidt, Psychiater und Regisseur der Expedition Depression: „Ich war fast verblüfft und gleichzeitig beeindruckt, wie ernsthaft und offen sich die Schüler:Innen mit dem Thema Depression auseinandergesetzt haben. Es gab nur wenig Berührungsängste.“
So konnten ganz persönliche Einblicke und Erfahrungen geteilt werden und Schüler:innen erzählten offen von ihrem Bezug zum Thema Depression. Eindrücklich wurde so deutlich, wie unterschiedlich die Wege sein können, auf denen junge Menschen mit Depression in Berührung kommen, wie sie letztlich damit umgehen und vor welche Probleme sie gestellt sind.
Auch außerhalb der Diskussionen gab es Möglichkeiten, sich zu informieren und mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der Bus der Expedition Depression neben spannendem Infomaterial auch ein Glücksrad als Mitmachangebot und sorgte für weitere Interaktion mit den jungen Menschen.
Im Oktober geht die Schultour weiter
Die diesjährige Schultour ist damit aber noch nicht beendet. Vom 8. bis 15. Oktober 2026 wird die Expedition Depression erneut auf Tour gehen und weitere Schulen in anderen Bundesländern besuchen. Auch hier freut sich das Team auf spannende Menschen und wertvollen Austausch.
Unabhängig von der Schultour bietet unsere Webseite wichtige Informationen zum Thema Depression bei Kindern und Jugendlichen. Dafür haben wir in Kooperation mit sagamedia Infofilme gedreht und online gestellt. Bislang sind so 15 Kurzfilme zu verschiedenen Themen entstanden. Auch auf der jetzigen Schultour durch den Südwesten Deutschlands haben wir wieder nach einem spannenden Thema gesucht und die Schüler:innen sowie die Instagram-Community durfte darüber abstimmen. Durchgesetzt hat sich das Thema „Depression und Leistungsdruck“ – noch in diesem Jahr wird darüber ein Infofilm entstehen, der wie gewohnt auf unserer Projektseite zu finden ist.
Sie möchten auch die Eindrücke der Bustour 2026 – Teil II erleben und nichts von der Tour verpassen? Dann schauen Sie gerne auf dem TikTok-Kanal der Expedition Depression oder auf dem Instagram-Kanal der Deutschen DepressionsLiga e.V. vorbei.
Dieses Projekt
wird das durch den AOK-Bundesverband im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20h SGB V gefördert
