Der Vorstand der DDL am 25.10.2025 in Siegburg

Vorstellungsreihe „Wir sind die DDL“ – mit Michael Bergmann

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DDL-Schatzmeister Michael Bergmann

Für unsere Vorstellungsreihe „Wir sind die DDL“ haben wir dem im Oktober neu gewählten Vorstand einige Fragen gestellt. In den kommenden Wochen möchten wir Ihnen so die Gesichter hinter Deutschlands größter Betroffenenvertretung genauer vorstellen. In dieser Ausgabe lernen Sie unseren Schatzmeister Michael Bergmann (Jahrgang 1961) aus Detmold in NRW kennen:

Was hat dich motiviert, dich im Vorstand der Deutschen DepressionsLiga zu engagieren?
Ich bin eines der ersten Mitglieder unseres Vereins, der 2009 gegründet wurde. Von daher ist es mir wichtig, die Idee der DDL fortzuführen und meinen Teil zu einer erfolgreichen Arbeit beizutragen. 

Warum ist dir das Thema Depression wichtig?
Das Thema Depression ist mir wichtig, weil noch immer zu selten genau hingeschaut wird. In vielen Köpfen ist die Erkrankung nach wie vor mit einem Stigma behaftet und es fällt schwer, sie als das anzuerkennen, was sie ist: eine ernstzunehmende Krankheit, die Betroffene ebenso wie Angehörige betrifft. Umso wichtiger ist Aufklärung über Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Sie kann helfen, Verständnis zu schaffen, Vorurteile abzubauen und den Weg zu Unterstützung zu erleichtern.

Was bedeutet Selbsthilfe für dich?
Selbsthilfe bedeutet für mich in erster Linie Hilfe finden, aber auch Hilfe für andere anbieten. Ich leite seit Jahren eine Selbsthilfegruppe in Präsenz und habe damit wertvolle Erfahrungen gemacht. Die Selbsthilfe ist ein wichtiger Baustein im Versorgungssystem für psychisch erkrankte Menschen. 
 
Was gibt dir selbst Kraft, wenn es einmal schwierig wird?
Ruhe, Gespräche mit vertrauten Personen, Vertrauen darauf, dass es mit der Zeit wieder besser wird. 
 
Was hat dir persönlich im Umgang mit psychischen Krisen geholfen?
Mir hat vor allem geholfen, die Krankheit anzunehmen und sie als Teil meiner Realität zu verstehen. Unterstützung durch Medikamente, Psychotherapie und zeitweise auch eine stationäre Behandlung haben dabei eine wichtige Rolle gespielt.
 
Was bedeutet für Dich „Zurück ins Leben“?
Sich langsam aus dem Tief raus zu buddeln. Den Alltag zu meistern, aber unter Berücksichtigung der Einschränkungen. Wieder Freude und Lebensmut spüren.
 
Gibt es ein Zitat oder Motto, das Dich begleitet?
Niemals aufgeben – es wird wieder gute Momente in meinem Leben geben.
 
Was sollten mehr Menschen über Depressionen wissen?
Dass ich als Erkrankter ein Mensch bleibe. Dass die Symptome sehr individuell sein können. Dass es Hilfe gibt, auch wenn der Zugang dazu häufig schwierig ist.
 
Warum sollten Menschen Mitglied in der DDL werden?
Es ist wichtig, dass sich Menschen mit gleichen oder ähnlichen Anliegen zusammenschließen. Wir sollten viele sein, um in Politik und Gesellschaft noch mehr Beachtung zu finden. Zudem bieten wir ein tolles Angebot für Erkrankte und Angehörige. Das hilft und macht Mut.
 
Was wünschst Du Dir für die Zukunft der DDL?
Viele neue Projekte und Erfahrungen, mit denen wir die Menschen begleiten können, sowie ein vertrauliches Miteinander.

In der kommenden Ausgabe von „Wir sind die DDL“ lernen Sie unsere Schriftführerin Gabriele Liebermann kennen. Mehr Infos und das Update finden Sie wie gewohnt hier auf der Webseite oder auf unseren Social-Media-Kanälen wie Instagram.

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